Mobil bleiben und CO2 einsparen
Es gibt viele Möglichkeiten, klimaverträglich und stressfrei unterwegs zu sein
Das Auto ist das beliebteste Verkehrsmittel in Deutschland: Für 61 Prozent aller Wege steigen die Bundesbürger inzwischen in den Pkw. Dabei ist die Hälfte aller Autofahrten kürzer als 6 km. Besonders im Verkehr könnte der Ausstoß von Treibhausgasen enorm vermindert werden: Durch eine bewusste Autonutzung, den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel und die Vermeidung von C02-intensiven Flugreisen.
Das Einsparungspotenzial im Bereich Mobilität ist groß - vor allem beim Pkw als Hauptverursacher von CO2-Emissionen. Häufig wird das Auto aus reiner Gewohnheit genutzt, auch wenn es eine schnellere, günstigere und umweltfreundlichere Alternative gibt. Gerade bei kurzen Strecken ist das Auto keine gute Wahl: Ein kalter Motor verbraucht auf den ersten drei Kilometern bis zu 35 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. [1] Das ist nicht nur schlecht fürs Klima, sondern auch für die Haushaltskasse.
Steigen Sie um!
Mit dem Rad oder zu Fuß sind Sie vor allem bei kurzen Wegen oft schneller am Ziel als mit dem Auto. Und das auch noch auf sehr gesunde Art und absolut klimaneutral! Öffentliche Verkehrsmittel bieten einen weiteren Vorteil: Die Fahrzeit kann - anders als im Auto - zum Lesen, Schlafen oder Essen genutzt werden.
Sie können die Vorteile des Radfahrens mit denen der öffentlichen Verkehrsmittel verbinden. Viele Menschen nehmen das Rad, um von zu Hause zur nächsten Haltestelle zu fahren. Genauso ist es möglich, ein Zweitrad an der Haltestelle zu deponieren. So oder so - kombinieren spart!
Klimaverträglich automobil
Auch wer auf das Auto nicht verzichten kann oder will, kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Nicht vermeidbare Pkw-Fahrten werden durch eine spritsparende Fahrweise effizienter. Die Spritspartipps reichen vom niedrigtourigen Fahren über die Verwendung von Leichtlauföl bis hin zum richtigen Reifendruck.
Wer sich ein neues oder gebrauchtes Auto kauft, sollte unbedingt auf die Verbrauchswerte achten. Bei Neuwagen hilft die jährlich erscheinende VCD Auto-Umweltliste, eine klimabewusste und den persönlichen Bedürfnissen entsprechende Auswahl zu treffen. Verzichten Sie beim Autokauf auf zu viele Extras. Eine Klimaanlage kann zum Beispiel den Spritverbrauch um bis zu zwei Liter auf 100 km erhöhen. [2]
Oft ist es ohne eigenes Auto viel praktischer
Vielleicht lohnt sich Carsharing ja auch für Sie? Gerade in ländlichen Gebieten sind viele Menschen oftmals auf ein Auto angewiesen - für den Weg zur Arbeit, in die Schule, in die Disco. Haben Sie schon mal daran gedacht, Fahrgemeinschaften zu bilden? Bei einmaligen Fahrten bieten Mitfahrgelegenheiten eine kostengünstige, klimaverträgliche und meistens auch unterhaltsame Alternative.
Flüge vermeiden
Keine Form der Mobilität ist klimaschädlicher als das Fliegen. Die lokalen und globalen Umweltfolgen des Flugverkehrs sind besonders dramatisch, weil der Flugverkehr von Jahr zu Jahr wächst. Weltweit nahm er allein zwischen 1989 und 2002 um fast 70% zu. [3] Wenn dieser Wachstumstrend anhält, wird der Flugverkehr das Auto als Klimakiller Nummer eins bald überholen.
Wegen der Höhe, in der Flugzeuge ihre Abgase ausstoßen, ist die Treibhauswirkung im Vergleich zu bodennahen Emissionen drei- bis viermal so stark (RFI-Faktor). Für Flugreisen sollte der Grundsatz gelten: Fliegen Sie seltener, bleiben Sie dafür länger vor Ort. Wenn Sie eine freiwillige Emissionsabgabe für Ihren Flug bei einem zertifizierten Kompensationsanbieter bezahlen, unterstützen Sie Projekte, die zur Verringerung des CO2-Ausstoßes führen. Am besten für die Umwelt ist es aber immer noch, den eigenen CO2-Ausstoß aktiv zu verringern, statt ihn zu kompensieren.
Das kann jeder tun, um klimaverträglich unterwegs zu sein
- Vermeiden - auf unnötige Fahrten und Transporte verzichten
- Verlagern - umweltverträgliche Verkehrsmittel nutzen
- Verbessern - sparsame Fahrzeuge wählen und effizienter nutzen
[1] Pendos C02-Zähler – die C02-Tabelle für ein klimafreundliches Leben, S. 125
[2] Umweltbundesamt: Spritsparen und Mobil sein. 02/2009, Link zum PDF-Dokument
[3] Vgl.: VCD-Materialien: Klimawandel und Verkehr. Informationen und Lösungswege. 03/2007, Link zum PDF-Dokument
Verantwortlich für den Inhalt: VCD und vzbv
Stand: 14.08.2009
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