Germanwatch-Team bei den Klimaverhandlungen in Posen im Dezember 2008
Germanwatch - Wer wir sind und was wir wollen
„Hinsehen, Analysieren, Einmischen“
Unter dem Motto „Hinsehen, Analysieren, Einmischen“ engagiert sich Germanwatch seit 1991 für Nord-Süd-Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen. Im Zentrum unserer Aktivitäten stehen dabei die Politik und Wirtschaft des Nordens mit ihren weltweiten Auswirkungen. Die Lage der besonders benachteiligten Menschen im Süden bildet den Ausgangspunkt unseres Einsatzes für eine nachhaltige Entwicklung. Politik und Weltmarktstrukturen sowie der inzwischen immer häufiger nachgeahmte ressourcenintensive Wirtschaftsstil des Nordens beeinflussen das Leben der Menschen weltweit.
Wir setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die gerade auch den Menschen im Süden eine Zukunft geben, die durch die ungezügelte Globalisierung an den Rand der Gesellschaft gedrängt oder durch den Verlust ihrer ökologischen und ökonomischen Lebensgrundlagen in ihrer Existenz bedroht werden.
Unsere Ziele
- das Vermeiden eines gefährlichen Klimawandels
- der Schutz der besonders verletzlichen Menschen in Entwicklungsländern vor den Folgen des Klimawandels
- die Umsetzung der Menschenrechte einschließlich des Rechts auf Nahrung
- entwicklungs- und umweltverträgliche Welthandelsregeln
- zukunftsfähige Rahmensetzung insbesondere für weltweit tätige Unternehmen
- eine angemessene Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit
- ein zukunftsfähiger Finanzmarkt
Wie wir arbeiten
Wir drängen relevante Akteure aus Politik und Wirtschaft dazu, diese Ziele umzusetzen – in Deutschland, Europa und auf internationaler Ebene. Auf der Grundlage wissenschaftsbasierter Analysen informieren wir die Öffentlichkeit, leisten Bildungs- und Lobbyarbeit. Wir zeigen auch Verbraucherinnen und Verbrauchern Wege auf, wie sie mit ihrem Handeln effektiv zu mehr globaler Gerechtigkeit und zum Erhalt der Lebensgrundlagen beitragen können.
Dabei sind wir mit Organisationen sowie Einzelpersonen aus dem Süden und mit Entwicklungs- und Umweltorganisationen weltweit eng vernetzt.
Um unsere politischen Ziele zu erreichen, arbeiten wir auch mit Unternehmen, Gewerkschaften und Verbraucherschutzorganisationen zusammen. Für unser Verhältnis zu Unternehmen gilt die Maxime: Kooperation wo möglich, Konfrontation wo nötig – je nachdem, wie Nachhaltigkeitsziele am wirkungsvollsten erreicht werden können.
In unseren beiden Büros in Bonn und Berlin arbeiten rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Germanwatch-Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt und besteht aus bis zu neun Personen. Germanwatch finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen ‚unserer‘ Stiftung Zukunftsfähigkeit sowie aus Projektmitteln öffentlicher und privater Zuschussgeber. Germanwatch hat derzeit rund 550 Mitglieder.
Germanwatch Beiträge im vzbv-Klimaprojekt
Klimawissen, das zum Handeln bewegt
VerbraucherInnen für Klimaschutz und globale Gerechtigkeit
1. vzbv-Basisbroschüre Globaler Klimawandel Teil I
Treibhauseffekt und Klimawandel für Verbraucherinnen und Verbraucher
Auf 30 Seiten bringt die Broschüre Hintergrundwissen für Aktive im vzbv-Klimaprojekt und interessierte VerbraucherInnen zu den Fragen des Treibhauseffektes und des Klimawandels. Als Grundlegen werden der natürliche und der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt erläutert. Kern der Broschüre sind die Folgen des Klimawandels, die in den ab einer globalen Erwärmung von 2°C drohenden Kipp-Punkten irreversibel werden. Anschaulich werden die jetzt schon spürbaren Folgen durch Berichte von Klimazeugen.
2. vzbv-Basisbroschüre Globaler Klimawandel Teil II
Klimaschutz und Klimapolitik für Verbraucherinnen und Verbraucher
Im zweiten Teil werden die nationale und internationale Klimapolitik behandelt. Schwerpunkt sind die Verhandlungen, die zu einem Nachfolgeabkommen des Kioto-Protokolls im Dezember 2009 in Kopenhagen führen sollen. Die Broschüre schließt mit Handlungsempfehlungen für Politik, Unternehmen und Verbraucher.
Beide Broschüren sind im Layout.
3. Kontinuierliches Klima-Update
Germanwatch erarbeitet für das Gesamtprojekt ein Klima-Update. Diese Hintergrundinformation berichtet über
- die Umsetzung klimapolitischer Beschlüsse in Deutschland und auf EU-Ebene im Hinblick auf Klima-Effektivität und Relevanz für Verbraucher.
- aktuelle Entwicklungen aus den UN-Klimaverhandlungen, die die entscheidenden Weichen für globalen Klimaschutz legen werden.
- neue Erkenntnisse aus der Klimawissenschaft.
- weitere Hintergründe zu aktuellen Themen rund um den Klimawandel.
Zielgruppe der Klima-Updates sind die MitarbeiterInnen des vzbv-Klimaprojektes sowie die interessierte Öffentlichkeit an den Infoständen, die in den VZ und Verbänden anfragen. Außerdem sollen die Klima-Updates auf den jeweiligen Internetportalen zur Verfügung gestellt werden.
Das erste Klima-Update befindet sich in der Layout-Abstimmung
4. AG Finanzen
Auch bei der Geldanlage sollten VerbraucherInnen auf deren Klimawirksamkeit achten. Wohinein investiert die Bank mein Sparguthaben? Welche Unternehmen habe ich in meinem Aktienfonds? Steht die Absicherung meiner Zukunft unserer Zukunftsfähigkeit entgegen? Germanwatch setzt sich für den (stärkeren) Einbezug des Themas Nachhaltige Geldanlage in das vzbv-Klimaprojekt ein.
5. Prüfen von Verbraucher-Klimaklagen im Finanzbereich
Die Risiken und Chancen des Klimawandels können sich auf verschiedenen Ebenen auf Unternehmen auswirken und werden zunehmend ins Risikomanagement von Unternehmen integriert. Dies reicht von der Beobachtung der Risiken bis hin zu konkreten Veränderungen des Unternehmensverhaltens als Reaktion auf physikalische Risiken (z.B. Dürren, Starkregenereignisse oder Sturmereignisse), regulative Risiken (Emissionsbegrenzungen, veränderte Produktstandards), Klagerisiken und Reputationsrisiken, aber auch der Wahrnehmung von Investmentchancen etwa bei Erneuerbaren Energien.
6. Mitarbeit im Gesamtprojektteam – Beratung für das vzbv-Klimaprojekt
Germanwatch bringt klimawissenschaftliche und klimapolitische Aspekte ins vzbv-Klimaprojekt ein, insbesondere mit Hinweisen zur didaktischen Umsetzung. Dies beinhaltet die Weiterentwicklung des vzbv-Klimaprojektes unter Berücksichtigung der gewonnenen Erfahrungen und aktueller externer Entwicklungen.
7. Schulung der MitarbeiterInnen des vzbv-Klimaprojekts
Alle MitarbeiterInnen, insbesondere die im direkten Öffentlichkeitskontakt stehenden MitarbeiterInnen an den Infoständen, sollen im Themenbereich Klimawandel fortgebildet werden. Gerade in der Klimadiskussion ist ein Höchstmaß an Seriosität notwendig.
Stand: 14.08.2009



