Klimawandel
Fotostrecke: Der Klimawandel ist spürbar

Symbol für den Klimawandel. Das Eis in der Arktis schmilzt, der Lebensraum der Eisbären schrumpft. In den vergangenen 100 Jahren stieg die Temperatur um 0,8 Grad. Weltweit werden die Folgen der Erderwärmung spürbar – für den Mensch, aber auch für Tiere und Pflanzen.
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Die globale Erwärmung ist menschgemacht. Die gestiegene Temperatur ist eine verzögerte Reaktion auf den Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre. Seit der Industrialisierung nimmt diese stetig zu. Das hauptverantwortliche Treibhausgas CO2 wird bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas ausgestoßen.
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In großem Stil wird in Südamerika Regenwald gerodet, der sonst als Klimasenke wirkt. Vielfach wird die Fläche anschließend für den Anbau von Soja genutzt. Das wird als Futtermittel für Tiere in die Industrieländer exportiert.
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In Deutschland sind vor allem die Emissionen des Flugverkehrs gestiegen. Flugzeuge stoßen das CO2 in Höhen aus, in denen es besonders klimaschädlich wirkt - viel mehr, als am Boden.
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Extreme Wetterereignisse sind ein Anzeichen, dass sich das Klima ändert. Auch in Deutschland spielt das Wetter verrückt. Die beiden Jungen waren auf dem Weg ins Schwimmbad, als ein heftiger Hagelsturm Südostbayern mitten im Juni in eine weiße Winterlandschaft verwandelte.
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Wie abgeknickte Streichhölzer liegen entwurzelte Bäume auf einer Bergkuppe im Siegerland. Im Jahr 2007 hinterließ Orkantief "Kyrill" in Mitteleuropa eine Spur der Verwüstung. Bei dem schlimmsten Unwetter seit mehr als vier Jahrzehnten kamen in Deutschland 13 Menschen ums Leben.
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Die Winter werden wärmer und feuchter. Das Max-Planck-Institut rechnet zukünftig mit 30 Prozent mehr Niederschlag. Damit steigt auch das Risiko für Überschwemmungen. Die „Jahrhundert-Fluten“ an Rhein, Oder und Donau nehmen zu. Im Jahr 2002 trat die Mulde, ein Nebenfluss der Elbe, über die Ufer. Das historische Rathaus der sächsischen Kleinstadt Grimma war von den Wassermassen eingeschlossen.
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Keine neue Trendsportart, sondern ein normales Bild, wenn der Klimatrend anhält. In den Alpen schmelzen die Gebirgsgletscher. Schnee fällt immer seltener. Selbst in Höhen über 2.000 Meter suchen Skiläufer im Winter vergeblich nach einer Piste.
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Im Sommer leiden Menschen und Natur immer häufiger unter Hitzewellen. Fürchten Anwohner des Rheins im Winter das Hochwasser, so kennen sie das andere Extrem: Im August 2003 erreicht der Wasserstand des Rheins nach einer langen Hitzeperiode einen historischen Tiefstand.
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Die zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen liegen zwischen 1997 und 2008. Wüsten und Steppen breiten sich aus. In China versuchen die Menschen die Verwüstung durch den Anbau von Weizen zu stoppen. Ein mühsames Unterfangen.
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Die globale Erwärmung bringt nicht wärmeres Wetter, sondern Wetterchaos. Auf der ganzen Welt häufen sich die wetterbedingten Naturkatastrophen. Im Jahr 2005 suchte der Wirbelstürm „Katrina“ die Küste der USA heim. Hundertausende Menschen wurden obdachlos.
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Wissenschaftler befürchten, dass die Veränderungen ab einer Erwärmung von zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit nicht mehr aufzuhalten sind. Sie sprechen von den "Kipp-Elementen" des Klimasystems. Kippt das Klima, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf unser Leben.
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Die biologische Vielfalt im Treibhaus Erde schwindet: Bis zu 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten könnten aussterben. Schädlinge und Krankheitserreger, die Nordeuropa bislang verschonten, werden sich auch hier ausbreiten. Im mexikanische Bundesstaat Yucatán machten sich Millionen von Heuschrecken über Bäume und Felder her.
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Stürme und schwere Überschwemmungen ereignen sich überall auf der Welt. Die Hauptbetroffenen des Klimawandels leben in den Ländern des Südens. Vielerorts droht Trinkwasser knapp zu werden. Bis 2050 rechnet der Weltklimarat mit 150 Millionen Klimaflüchtlingen.
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Um solche Szenarien zu vermeiden hilft nur ein entschlossenes Umsteuern der Politik. Nach aktuellen Berechnungen sind die Folgekosten des Klimawandels erheblich höher, als die Investitionen in den Klimaschutz. Ein wichtiger Schritt ist der Ausbau von regenerativen Energien.
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Und auch jeder Einzelne ist gefragt. Klimaschutz beginnt in den eigenen vier Wänden. Und hört auch nicht vor der Haustür auf. Je mehr Verbraucher sich für Klimaschutz im Alltag entscheiden, desto stärker wächst der Druck auf Wirtschaft und Politik.
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Stand: 14.08.2009



