Jugendliche besuchen Klimaaustellung; Rechte: vzbv/A. Varnhorn

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Klima schützen kann jeder!

Klimaausstellung der Verbraucherzentralen tourt durch Deutschland

Eine Ausstellung der Verbraucherzentralen zeigt, dass es für jeden einfach und lohnend ist, im Alltag das Klima zu schützen. Auf unterhaltsame Weise vermittelt sie Hintergrundwissen zum Klimawandel und liefert Tipps für den Klimaschutz daheim und unterwegs.

Welche Farbe haben Eisbären unter ihrem Fell? Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen gibt die Ausstellung „Klima schützen kann jeder“ der Verbraucherallianz fürs Klima. Auf spielerische Weise vermittelt sie Hintergrundwissen zum Klimawandel und macht deutlich, was jeder einzelne Verbraucher zum Schutz des Klimas beitragen kann. Denn der Klimafaktor ist bei unseren alltäglichen Entscheidungen immer mit im Spiel: Vom Einkauf im Supermarkt über die Wahl des Verkehrsmittels bis zum Heizen und Lüften in den eigenen vier Wänden.

Farbige Stelen weisen den Weg

Die Ausstellung folgt keiner bestimmten Reihenfolge, stattdessen können sich die Besucher von ihrer Neugier leiten lassen. Orientierung bieten farbige Stelen mit übersichtlichen Texten und großformatigen Fotos. Thematisch gliedern sie sich in die sechs Bereiche, in denen im Verbraucheralltag die meisten CO2-Emissionen anfallen. Mit Wort- und Bildwitz hinterfragt die Ausstellung unsere täglichen Gewohnheiten.

Muss es immer weißes Frischfaserpapier sein? Die Qualität von umweltfreundlichem Recyclingpapier kann längst mithalten. Wie können Standby-Schaltungen, die Strom und Geld klauen, einfach ausgetrickst werden? Und wie ist der Zusammenhang zwischen Erderwärmung und Ernährung? Die Themenpalette reicht vom Klimschutz am Herd über nachhaltige Produkte bis hin zum Spritsparen beim Autofahren.

"Wie sieht die tägliche Arbeit eines Klimaforschers aus?"

Welche Fragen Jugendliche an einen Klimaforscher haben, zeigt der 15-minütige Film „Generation Klima“. Professor Wolfgang Seiler, Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Forschungszentrums Karlsruhe, diskutiert mit einer Gruppe Heranwachsender und beantwortet ihre Fragen. Zum Beispiel die nach dem Zusammenhang zwischen Kohlendioxid-Ausstoß, globalem Temperaturanstieg und den dramatischen Folgen des Klimawandels.

Auch für  jüngere Schüler gibt es viel zu entdecken und sogar ein Quizspiel zum Mitnehmen. Für die Klassen 7 bis 10 von Realschulen und Gymnasien wurde ein  90-minütiges Bildungsangebot entwickelt. In Kleingruppen können die Juniorforscher Antworten auf die Frage erarbeiten, was der Klimawandel für ihren konkreten Alltag bedeutet.

Das eigene Klimawissen testen

Ein Computerterminal lädt die Ausstellungsbesucher ein, ihr Klimawissen mit einem Fragespiel zu testen. Wer (noch) kein Klimaexperte ist, erfährt unmittelbar, warum eine Antwort falsch war und wie die Lösung lautet. Zum Beispiel, dass die Haut von Eisbären weder weiß noch rosa, sondern schwarz ist. Die dunkle Farbe nimmt die Sonnenstrahlen besser auf und bietet deshalb den perfekten Kälteschutz.

Auf ihrer Tour durch ganz Deutschland wird die Ausstellung in Schulen, Bibliotheken, Kirchen und anderen öffentlichen Gebäuden zu sehen sein. Gefördert wird sie vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Verbraucherallianz „für dich. für mich. fürs klima.“ Die genauen Termine erfahren Sie bei der Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe.

 

Stand: 16.12.2009

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Kurztipps

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Mehr Obst und Gemüse Fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag: Die goldene Regel für eine gesunde Ernährung ist auch fürs Klima gut. Denn pflanzliche Lebensmittel belasten die Atmosphäre in der Regel weniger mit Treibhausgasen als tierische.
Kühlschrank auf Weldweg, Rechte: iStock
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Standby, Rechte: iStock
Auf Standby steht keiner mehr Standby heißt nicht immer standby. Manchmal gehen Geräte auch in den Sleep-, Eco- oder Energiesparmodus. So oder so: Die Geräte bleiben abrufbereit und verbrauchen Strom. Schalten Sie die Geräte lieber ganz ab.
Flugzeug am Himmel; Rechte: cossac/pixelio
Was fliegt denn da? Von allen Lebensmitteln verursacht Flugware am meisten CO2. Der Flugtransport von einem Kilogramm Fisch oder Obst aus Südafrika zum Beispiel verursacht elf Kilogramm CO2. Essen Sie also lieber Zuchtfisch oder Meeresfisch aus nachhaltiger Produktion, der ein MSC-Siegel trägt und saisonales Obst, möglichst aus der Region.
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Die richtige Temperatur finden Im Winter nur ein T-Shirt in der überheizten Wohnung zu tragen oder selten genutzte Räume auf 20 Grad zu heizen, schadet dem Klima und kostet viel Geld. Jeder Grad Celsius weniger senkt den Energieverbrauch um rund sechs Prozent.
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Hand an der Gangschaltung; Rechte: sparkie/pixelio
Wer schnell schaltet, spart Der erste Gang ist nur zum Anfahren. Schalten Sie rasch in den zweiten und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang. Als Faustregel gilt: Bei Tempo 30 im dritten, 40 im vierten und ab 50 im höchsten Gang fahren.
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Weiße Weste dank Recyclingpapier Recyclingpapier schont Wälder, denn es wird aus Altpapier gemacht. Moderne Recyclingpapiere sind fast so hell wie Neupapier und diesem qualitativ in jeder Hinsicht ebenbürtig. Greifen Sie zu!
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Teure Kleingeräte Vom Radio bis zum Taschenrechner – Batterien und Akkus sind die teuerste Energieform überhaupt. Stromsparender und damit klimaschonender sind Alternativen mit Netzteil oder Solarbetrieb.
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Clever kochen Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel. Der hilft wertvolle Energie zu sparen, die sonst ungenutzt verdampft. Die Herdplatte können Sie schon deutlich vor Ende der Kochzeit abstellen: Die Restwärme reicht aus, um das Essen fertig zu garen.
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Öfter auf Öko setzen Mit Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau sorgen Sie für gutes Klima auf dem Tisch. Beim Anbau fallen weniger Emissionen an, da auf energieintensive, mineralische Stickstoffdünger verzichtet wird. Bei tierischen Produkten ist der Bio-Vorsprung nicht ganz so klar. Grundsätzlich aber gilt: Wer mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel isst, tut der eigenen Gesundheit und dem Klima Gutes.
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Beim Urlaub die Umwelt im Blick Wer weit reist, sollte auch lang bleiben: Faustregel: 100 Kilometer reisen, einen Tag bleiben. Für einen Drei-Tages-Trip sollten Sie also nicht mehr als 300 Kilometer zurücklegen, empfiehlt der Verkehrsclub Deutschland.
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Vorausschauend einkaufen Eine Speiseplanung für einige Tage im Voraus und eine entsprechende Einkaufsliste helfen Kosten, Zeit und Energie zu sparen. Unnötige Einkaufsfahrten strapazieren die Nerven und belasten das Klima. Gesünder - auch fürs Klima - ist der Einkauf zu Fuß oder per Fahrrad.
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Weniger Fleisch ist mehr Die Produktion tierischer Lebensmittel verursacht deutlich mehr CO2 als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Verzichten Sie deshalb öfter mal auf Fleisch und Wurst und gönnen sich dafür dann ein besseres Stück.
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Ein Wasserkocher lohnt sich … … es sei denn, Sie kochen mit einem Gasherd. Ansonsten gilt: Wasser auf dem Herd zu kochen ist pure Energieverschwendung. Erhitzen Sie Wasser lieber mit dem Wasserkocher und messen Sie das Wasser genau ab.
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Die Heizung „in Watte“ packen Besonders hinter Heizungen sind die Wände oft dünn. Wärme geht durch solch schlechte Isolierungen ungenutzt verloren. Wärmedämmung in Form von Platten oder Folien wirkt dem entgegen. Sie sind im Baumarkt erhältlich und ganz einfach anzubringen.
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Energiefresser stoppen Häufig fristen kleine Wasserboiler unter Waschbecken oder in Unterschränken im Dauerbetrieb ein energiefressendes Dasein. Ein kleines Vorschaltgerät für um die 30 Euro stoppt den Stromklau.
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Klimaneutral heizen mit Holz Beim Verbrennen von Holzpellets entsteht nur so viel CO2 wie der wachsende Baum zuvor der Atmosphäre entzogen hat. Ihr Ofen sollte allerdings den Grenzwert des Blauen Engels für Feinstaubemissionen nicht überschreiten.

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