Diese Sachsen tun etwas gegen den Klimawandel

Klima schützen kann jeder. Diese Sachsen erklären, was sie fürs Klima tun

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Dr. Ilse Lauter, Stadträtin Leipzig: Ich verzichte auf Fleisch – das tut mir und auch dem Klima gut! Ich verzichte auf Fleisch und Wurst, weil die Produktion besonders energieaufwendig und klimabelastend ist. Im Mittel sind sieben Kalorien pflanzlicher Futtermittel notwendig, um eine Kalorie tierischer Lebensmittel zu erzeugen. Damit leiste ich meinen Beitrag zur Lösung des Welternährungsproblems und tue gleichzeitig dem Klima etwas Gutes!

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Marco Dietz und Steven Seiffert, Studenten an der TU Dresden: Jeder Deutsche verursacht im Jahr rund zehn Tonnen CO2. Allein durch den Wechsel zu Ökostrom könnte jeder Verbraucher seine jährliche CO2-Bilanz um zehn Prozent senken. Die geringen Mehrkosten lassen sich mit den anderen Klimatipps leicht wieder einsparen. Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Wer sicher gehen möchte, kann sich im Anbieterdschungel an den Gütesiegeln „ok power“ und „Grüner Strom Label“ orientieren.

Bild: Verbraucherzentrale Sachsen

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André Schollbach, Stadtrat Dresden: Durch doppelseitiges Drucken sparen Sie Papier und schonen das Klima. Das kann an vielen Druckern eingestellt werden. Oft lassen sich auch zwei Seiten nebeneinander auf eine drucken. Und: Immer erst überlegen, ob dieser Aus-druck wirklich nötig ist!

Foto: Verbraucherzentrale Sachsen

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Roland Quester, Leiter der Umweltbibliothek Leipzig: Nimm fünf! Fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag: Die goldene Regel für eine gesunde Ernährung ist auch fürs Klima gut. Denn pflanzliche Lebensmittel belasten die Atmosphäre in der Regel weniger mit Treibhausgasen als tierische. Bei der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel werden weniger Treibhausgase freigesetzt als bei der Produktion von Fleisch, Käse, Milch oder Eiern.

Foto: Verbraucherzentrale Sachsen

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Melanie Haase, Dresden: Wer teilt, hat manchmal mehr davon. Die meisten Autos stehen 23 Stunden am Tag herum. Das macht sie zu den teuersten Möbeln in Deutschland. Wenn Sie nur ab und zu ein Auto brauchen, können Sie es sich auch leihen: Carsharing-Angebote gibt es fast überall. Bis zu einer Fahrleistung von 10.000 Kilometern im Jahr kann Carsharing günstiger sein als das eigene Auto.

Foto: Verbraucherzentrale Sachsen

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Dr. Hermann Will, Direktor Tierpark Chemnitz: Niedrigtourig sparsam Auto fahren. 2.000 Umdrehungen pro Minute reichen in der Stadt aus. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und schont den Motor. Je niedrigtouriger und gleichmäßiger Sie fahren, desto sparsamer und Motor schonender ist Ihre Fahrweise. Das gilt für sämtliche Autos, die in den vergangenen zwanzig Jahren gebaut wurden. Mit einer Drehzahl von 2.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) zu fahren, reicht im Stadtverkehr in der Regel aus.

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Heiko Rosenthal, Umweltbürgermeister Stadt Leipzig: Kühl auftauen! Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe können langsam im Kühlschrank auftauen – ihre Kälte geben sie an die Umgebung ab, und der Kühlschrank braucht weniger Energie zum Kühlen. Wenn Sie Lebensmittel richtig lagern und zubereiten sparen Sie Energie und reduzieren den Ausstoß von klimaschädlichem CO2. Auch der Standort des Kühlschranks ist wichtig. Steht er neben dem Herd oder der Heizung, stiehlt er Ihnen unnötig Energie und Geld.

Foto: Verbraucherzentrale Sachsen

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Silke Sesterhenn, Geschäftsführerin Agenda 21, Dresden: Öko? Logisch! Wer sich für Ökokartoffeln, Biokarotten & Co. entscheidet, schont das Klima, denn diese verursachen etwa 15 bis 20 Prozent weniger CO2 als konventionell angebaute Lebensmittel. Bei tierischen Produkten ist der Bio-Vorsprung nicht ganz so klar. Grundsätzlich aber gilt: Wer mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel isst, tut der eigenen Gesundheit und dem Klima Gutes.

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Dr. Jörg Junhold, Direktor Zoo Leipzig: Ich benutze Recyclingpapier und schütze so das Klima. 20,5 Millionen Tonnen Papier werden jährlich in Deutschland verbraucht. Dafür ist fast die doppelte Menge Holz notwendig – es sei denn, man verwendet Altpapier! Mittlerweile sind Schreibbögen aus Altpapier fast so hell wie aus Holzfasern. Und Präsente lassen sich auch in Recyclingpapier schön verschenken. Verbraucher sollten beim Einkauf von Papierprodukten auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten.

Foto: Verbraucherzentrale Sachsen

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Peter Lames, Richter und Stadtrat, Dresden: Ich vermeide Kurzstrecken mit dem Auto! Ob zur Stadtratssitzung ins Rathaus oder zur Verhandlung ins Gericht, mit dem Rad bin ich in der Innenstadt deutlich schneller als mit dem Auto unterwegs. Außerdem bringt mich mein Rad direkt von der Haus- bis zur Bürotür – die Zeit für die lästige Parkplatzsuche fürs Auto spar` ich mir. Aber nicht nur das: Radfahren hält mich fit und schont unser Klima!

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Ulf Kallscheidt, Kulturprojekt Weltecho, Chemnitz: Wer schnell schaltet, spart. Der erste Gang ist nur zum Anfahren. Schalten Sie rasch in den zweiten und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang. Als Faustregel gilt: Bei Tempo 30 im dritten, 40 im vierten und ab 50 im höchsten Gang fahren. Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang, das schont den Motor und ist hörbar leiser.

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Nele Müller und Tobias Hübner, Studenten, Dresden: Klein wagen! Ein Auto mit großem Stauraum wird von den meisten Verbrauchern nur selten wirklich benötigt. Für gelegentlichen Urlaub und Umzug können solche Fahrzeuge problemlos gemietet werden. Das ist allemal günstiger als dauerhaft selbst ein großes Auto zu unterhalten. Also einfach mal „klein wagen“! Selbst für den Familienurlaub mit viel Gepäck ist die Anschaffung eines großen Autos nicht notwendig. Ein Dachgepäckträger schafft Stauraum.

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Susanne Kucharski-Huniat, Leiterin Kulturamt der Stadt Leipzig: In die Einkaufstasche nur noch Mehrwegflasche! In puncto Klimaschutz haben Mehrwegverpackungen den Einwegverpackungen einiges voraus, denn es landet weniger Müll in der Tonne. Das spart Energie und schont das Klima. Mehrwegflaschen können Sie auch am Blauen Engel oder der Aufschrift „Mehrweg - Für die Umwelt“ erkennen. Mehrwegflaschen aus PET können bis zu 25 Mal nachgefüllt werden, solche aus Glas sogar bis zu 50 Mal.

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Wilfried Schulz, Intendant Staatsschauspiel Dresden: Ich schütze das Klima mit Blumen aus der Region auch im Winter. Im Winter muss niemand auf Blumen verzichten. Heimische Gewächshäuser bieten etwa Chrysanthemen, Fresien oder Gerbera an. Noch besser sind Christrosen und Hortensien aus dem Kaltgewächshaus.

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Ronny Müller und seine Tochter Vanessa, Aue: Bei Elektrogeräten achten wir auf die Klasse! Auch wenn sie zunächst etwas teurer sind: Energieeffiziente Geräte sparen beim Verbrauch erheblich mehr ein. Achten Sie auf das EU-Energieetikett: Sparsam sind Geräte mit der Kennzeichnung „A“, Kühlschränke mit „A++“.

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Stefan Mertenskötter, Geschäftsführer Umweltzentrum, Dresden: Essen wird bei mir nicht eingeflogen. Von allen Lebensmitteln verursacht Flugware am meisten CO2. Der Flugtransport von einem Kilogramm Fisch oder Obst aus Südafrika zum Beispiel verursacht elf Kilogramm CO2. Essen Sie also lieber Zuchtfisch oder Meeresfisch aus nachhaltiger Produktion, der ein MSC-Siegel trägt und saisonales Obst, möglichst aus der Region.

Foto: Verbraucherzentrale Sachsen

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Prof. Dr. Rainer Eckert, Direktor Zeitgeschichtliches Forum, Leipzig: Ich nehme für kurze Strecken das Rad! Ich fahre nicht nur im Sommer mit meinem Rad an den Cospudener See, sondern nutze es jeden Tag, zum Beispiel für den täglichen Weg zur Arbeit. In Leipzig brauche ich kein Auto, weil ich alle Wege mit dem Fahrrad erledigen kann. In den letzten 13 Jahren habe ich über 12.500 km erradelt und werde das ausbauen. Nehmen auch Sie für Kurzstrecken doch öfter mal das Rad, gesünder ist das auch!

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Karl-Heinz Ukena, Zoodirektor, Dresden: Achten Sie auf das FSC-Siegel bei Holzprodukten. Spielzeug mit FSC-Kennzeichnung ist für die Kinder genau so gut wie für die Natur. FSC steht für Forest-Stewardship Council. Es garantiert eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und umweltfreundliche Produktion. Der Kauf von Holzprodukten mit dem Siegel aus einheimischem Holz ist die nachhaltige, bessere Entscheidung, weil damit der Raubbau von Urwaldgebieten eingedämmt wird.

Foto: Verbraucherzentrale Sachsen

Stand: 13.01.2010

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