Aktienkurs in Zeitung; Rechte: Fotolia

 

Anleihen und Aktien

Wer sich größere Renditechancen eröffnen möchte, kann Aktien von Unternehmen erwerben, die klimafreundliche Technologien und Produkte herstellen. Oder er kann sich über Anleihen an deren Finanzierung beteiligen. Den höheren Renditechancen stehen dann allerdings auch höhere Risiken gegenüber.

Anleihen

Anleihen sind zumeist fest verzinsliche Wertpapiere. In der Regel erhält der Anleger ein oder zwei Mal pro Jahr eine Zinszahlung. Am Laufzeitende wird das eingesetzte Kapital zurückgezahlt. Anleihen werden vor allem von Staaten und suprastaatlichen Einrichtungen, wie der Weltbank, aber auch von Kreditinstituten und Unternehmen herausgegeben. Die Papiere fallen nicht unter die Einlagensicherungen. Wichtig ist deshalb vor allem die Bonität oder Kreditwürdigkeit der Anleiheschuldner.

In jüngster Zeit werden Anleihen aber zunehmend auch nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Für Privatanleger gibt es bislang aber nur wenig Hilfestellung für die Einzeltitelauswahl. Eine dezidierte Klimaschutz-Anleihe hat die Europäische Investitionsbank (EIB) herausgegeben.

Vorsicht geboten ist bei Anleihen von kleineren Unternehmen und insbesondere dann, wenn die Papiere nicht börsengehandelt werden.

Aktien

Mit Aktien werden Anleger Miteigentümer von Unternehmen und sind an deren Erfolg oder Misserfolg unmittelbar beteiligt. Wer über Aktien in den Klimaschutz investieren möchte, kann sich entweder gezielt an Unternehmen beteiligen, die entsprechende Technologien herstellen. Oder es wird – gerade bei großen Unternehmen - darauf geachtet, dass sie in Sachen Nachhaltigkeit bestimmte Ausschluss- und Positivkriterien erfüllen und/oder diesbezüglich in ihren Branchen zumindest zu den besten Unternehmen zählen.

Orientierungshilfen für die Auswahl bieten vor allem Aktienindices, die die Wertentwicklung von Aktiengesellschaften messen, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Zu beachten ist, dass sich die Beteiligung an einzelnen Unternehmen nicht empfiehlt, sondern das Anlagerisiko zumindest über Aktien mehrerer Unternehmen gestreut werden sollte. Das gilt generell für die Geldanlage in Aktien, sollte aber auch bei Klima-Aktien ganz besonders beachtet werden.

 

Stand: 22.01.2010

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