Bank- und Sparanlagen
Viele Anleger möchten ihre Gelder doppelt „nachhaltig“ anlegen. Die Anlage soll nicht nur ethische, umweltfreundliche und soziale Kriterien erfüllen. Sie soll auch sicher sein. Dieser Wunsch lässt sich am einfachsten mit Einlagen bei Banken erfüllen, die Kredite nach Nachhaltigkeitskriterien vergeben.
In Deutschland gibt es inzwischen ein knappes halbes Dutzend von Banken, deren Geschäftspolitik dezidiert an ökologischen und ethisch-sozialen Grundsätzen ausgerichtet ist. Wer sein Geld dort anlegt, finanziert damit nachhaltig ausgerichtete Investitionen und Projekte, ohne selbst das mit diesen Investitionen verbundene Risiko zu tragen.
Diese Institute bieten - nicht immer einzeln, aber zusammen - die ganze Bandbreite klassischer Bankprodukte an:
- Sparkonten mit dreimonatiger Kündigungsfrist und monatlicher Verfügbarkeit bis 2.000 Euro
- Tagesgeldkonten, über deren Guthaben jederzeit und in voller Höhe verfügt werden kann
- Festgelder und Sparbriefe, über die Gelder zwischen 30 Tagen und bis zu 10 Jahren mit festem Zins angelegt werden können
- Einmalanlagen mit festen Zinstreppen und vorzeitiger Kündbarkeit
- Sparpläne mit variablem Zins und laufzeitabhängigem Bonus für die regelmäßige Rücklage sowie
- Auszahlpläne, bei denen ein einmalig angelegter Betrag zu einem festen Zinssatz angelegt und in gleichen Raten über eine bestimmte Zahl von Jahren ausgezahlt wird.
Die Zinssätze dieser Produkte bewegen sich zwar nicht an der Spitze des Marktes. Mit den Konditionen der konkurrierenden Angebote von Sparkassen, Volksbanken und privaten Großbanken können sie in der Regel aber gut mithalten oder diese sogar übertreffen. Zu achten ist dabei allerdings auf mögliche Beschränkungen bei der Höhe der Einlagensicherung.
Zu beachten sind auch Unterschiede bei den Investitionsvergabekriterien. Einige Anbieter sind stärker ethisch-sozial, andere eher ökologisch ausgerichtet.
Wichtig zudem für Anleger, die insbesondere klimafreundliche Ziele verfolgen: Bei einigen dieser Institute kann der Kunde selbst entscheiden, in welchem Bereich seine Gelder durch die Bank angelegt werden.
Stand: 22.01.2010




