Fußgänger laufen vor Autos über Zebrastreifen - Aufnahme von oben; Rechte: iStock

ZU FUSS  

Fußgänger in Zahlen

Zahlen und Fakten zum Gehen

Wie viel Platz steht Fußgängern auf Gehwegen zu? Und seit wann gibt es eigentlich Zebrastreifen? Bei uns finden Sie die Antwort. Wir haben Zahlen und Fakten rund ums Gehen für Sie zusammengestellt.

Leuchtzeichen am Fußgängerüberweg; Rechte: pixelio

Rechte von Fußgängern

Fußgänger in der Straßenverkehrsordnung
Insgesamt fünf Vorschriften enthält der Paragraph 25 der Straßenverkehrsordnung, der die Rechte der Fußgänger regelt. So müssen zum Beispiel nach Vorschrift 2 „Fußgänger, die Fahrzeuge oder sperrige Gegenstände mitführen, […] die Fahrbahn benutzen, wenn sie auf dem Gehweg oder auf dem Seitenstreifen die anderen Fußgänger erheblich behindern würden.“ [1]

Strafen für die Behinderung von Fußgängern
80 Euro und vier Punkte in Flensburg beträgt die Buße für Autofahrer bei „Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen“. Dazu zählt das Hindern von Fußgängern am Überqueren des Zebrastreifens, zu schnelles Heranfahren oder Überholen. [2]

Über die Breite von Gehwegen
Wie viel Platz benötigen zwei Fußgänger, damit sie ungehindert aneinander vorbeigehen können? Laut Empfehlung der Forschungsgesellschaft  für Straßen- und Verkehrswesen sollten Gehwege mindestens 2,50 Meter breit sein. Allerdings wird der Raum von Fußgängern immer wieder durch parkende Autos, Werbetafeln oder sonstige Hindernisse eingeschränkt. [3]

Krankenwagen mit Blaulicht; Rechte: Pixelio

Verkehrsunfälle mit Fußgängern

Gefahren für Füßgänger
Als Fußgänger lebt es sich gefährlich: Allein 32.770 Fußgänger wurden im Jahr 2008 im Straßenverkehr verletzt. Doppelt so viele Verletzte gab es bei den Radfahrern. Noch gefährdeter waren allerdings Autoinsassen, von denen fast sechsmal so viele verunglückten. [4]

Tödliche Unfälle
653 Fußgänger starben im Jahr 2008 im Straßenverkehr - fast genau so viel wie Motorradfahrer. Trauriger Spitzenreiter dieser Statistik sind die Autofahrer, von denen 2.368 bei Verkehrsunfällen getötet wurden. [5]

Das größte Risiko für Fußgänger
Besonders risikoreich für Fußgänger: das Überqueren der Fahrbahn. 80 Prozent aller innerörtlichen Unfälle mit Fußgängerbeteiligung geschehen bei der Straßenüberquerung. [6]

Mann malt Zebrastreifen auf Straße; Rechte: pixelio

Fußgängerüberwege

Bedenkliche Zebrastreifen
Ein europaweiter Test von Fußgängerüberwegen des ADAC aus dem Jahr 2009 brachte gefährliche Ergebnisse zutage. 12 von 80 getesteten Zebrastreifen in Deutschland wurden als bedenklich für die Sicherheit eingestuft. Die Tester bemängelten unter anderem eine schlechte Beleuchtung nachts, eine schlechte Einsehbarkeit auch am Tag sowie abgenutzte Markierungen. [7]

Geschichte des Zebrastreifens
Zebrastreifen sind übrigens eine britische Erfindung. In Deutschland sorgten sie erstmals in München für mehr Fußgängersicherheit. Am 8. Juli 1952 wurden dort 12 Zebrastreifen angelegt. [8]

Frau überquert Zebrastreifen; Rechte: pixelio

Wege zu Fuß

Gehen für die Gesundheit
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mindestens 30 Minuten gemäßigte körperliche Aktivität an fünf Tagen in der Woche, um das Risiko für Übergewicht oder Herz- Kreislauferkrankungen zu senken. Bei gesunden Erwachsenen entspricht das 4.000 Schritten in einer halben Stunde. [9]

Wegstrecken
94 Millionen Kilometer gehen die Deutschen insgesamt am Tag zu Fuß. Das entspricht in etwa 245-mal der Strecke von der Erde zum Mond. Im Vergleich zu den Autofahrern ist das aber nur ein verschwindend kleiner Bruchteil: Sie fahren am Tag schwer vorstellbare 2,5 Milliarden Kilometer. [10}

Anteil der Wege zu Fuß
Knapp ein Viertel aller Strecken in Deutschland  werden zu Fuß zurückgelegt. Das sind mehr als doppelt so viele wie mit dem Fahrrad. Am Auto führt für die Deutschen allerdings kein Weg vorbei. Für rund sechzig Prozent aller Wege starten sie den Motor. [11]

Gehen fürs Klima
Umgerechnet 1,5 Millionen Tonnen CO2 würden im Jahr eingespart, wenn die Deutschen ihre Gehleistung verdoppeln und für diese Strecke ihr Auto stehen lassen würden. [12]

[1] Quelle: Straßenverkehrsordnung

[2] Quelle: Bußgeld- und Punktekatalog

[3] Quelle: Forschungsgesellschaft  für Straßen- und Verkehrswesen

[4] Quelle: Statistisches Bundesamt

[5] Quelle: Statistisches Bundesamt

[6] Quelle: Fuss e.V.

[7] Quelle: ADAC

[8] Quelle: Wikipedia

[9] Quelle: Arbeitsgruppe Sport und Gesundheit der EU

[10] Quelle: Studie Mobilität in Deutschland 2008

[11] Quelle: Studie Mobilität in Deutschland 2008

[12] Quelle: Berechnung des Bundesumweltministeriums

Stand: 26.02.2010

Seite empfehlen

In Ihrer Nähe

mehr ...

Mobilitätsberatung

Fragen Sie uns!

Die Experten des VCD geben Rat und Tipps zu allen Fragen rund um klimabewussten Verkehr.

Kostenlose Telefonberatung

0800 20 30 900

Mo / Mi / Fr: 9 - 15 Uhr
Di und Do: 13 - 18 Uhr

Onlineberatung

Ob zum Thema Autokauf, Carsharing oder Bahnticket - Sie können Ihre Frage auch jederzeit hier im Internet stellen.

mehr ...

Copyright © Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. 2009