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Verbraucherparlament kritisiert Öffentlichen Nahverkehr

11.06.2010 - Verbraucherzentrale Bundesverband

Verbraucher aus ganz Deutschland fordern einen zuverlässigen, flexiblen und günstigeren Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Die Teilnehmer des Verbraucherparlaments - "für mich. für dich. fürs klima.", das am Freitag erstmals in Berlin tagte, sehen in besseren Bus- und Bahnverbindungen und einem kundenorientierteren Service die größten Chancen für mehr Klimaschutz im Verkehrsbereich. Verkehrsplanung und Infrastruktur seien noch zu sehr auf das Auto ausgerichtet, kritisierten sie.

Ein Teil sieht auch die Arbeitgeber in der Pflicht, den Mitarbeitern klimaverträgliche Mobilität zu erleichtern und etwa Radfahren bei Dienstfahrten auf Kurzstrecken anzuerkennen.

Auch für Fahrten in den Urlaub fehlen nach Auffassung der Parlamentarier bislang echte Alternativen zu Auto und Flugzeug. Bahnreisen etwa seien zu teuer, zu umständlich oder bräuchten zu lange zum Urlaubsziel.

Lösungen für eine klimaverträgliche Mobilität sehen die Teilnehmer unter anderem darin, den Öffentlichen Nahverkehr mit Arbeitsmöglichkeiten für Berufspendler attraktiver zu gestalten und den Zeitvorteil gegenüber dem Pkw zu verbessern. Über konkrete Lösungswege stimmt das Parlament am Nachmittag ab.

Für das erste Verbraucherparlament des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hatten sich rund 400 Bürger aus allen Regionen Deutschlands beworben. Die Auswahl erfolgte nach repräsentativen Kriterien.

Zur Eröffnung sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen: "An der Suche nach Lösungen wollen wir diejenigen beteiligen, die es direkt betrifft - die Verbraucherinnen und Verbraucher. In der Verkehrspolitik beeinflussen zumeist industriepolitische Erwägungen, politische Interessenlagen und knappe Haushaltskassen die Entscheidungen. Das muss sich ändern. Deshalb haben wir das Verbraucherparlament ins Leben gerufen."

für mich. für dich. fürs klima. ist ein Bündnis des vzbv mit den Verbraucherzentralen und weiteren Verbraucherverbänden und wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit "für mich. für dich. fürs klima."

Christina Denz

Funk: (0152) 545 77-842

Melanie Sy

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