Mann auf Elektrofahrrad; Rechte: Marcus Gloger

 

Radfahren mit eingebautem Rückenwind

Mit dem Elektrofahrrad unterwegs

Eine neue Art von Fahrspaß versprechen Elektrofahrräder, bei denen ein Motor die Tretkraft unterstützt. Steigungen, Gegenwind und lange Strecken sind mit Elektrorädern problemlos zu bewältigen. Auf Alltagsstrecken radeln Sie mit dem Elektrorad entspannt ans Ziel und sparen im Vergleich zum Auto viel Geld.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich Elektrofahrräder, auch Pedelecs genannt, kaum von einem gewöhnlichen Fahrrad. Nur ein Kasten im Rahmen oder auf dem Gepäckträger könnte den Betrachter stutzig machen – und das höhere Gewicht im Vergleich zum herkömmlichen Drahtesel.

Im Kasten nämlich versteckt sich ein etwa drei Kilogramm schwerer Akku. Dieser liefert Energie für einen kleinen Motor in Nähe der Radnabe oder des Tretlagers. Die Steuerelektronik sorgt dafür, dass sich der Motor einschaltet, sobald Sie in die Pedale treten.

Mit Elektrorädern entspannt ans Ziel

Der Grad der Unterstützung lässt sich in Stufen von 25 bis 200 Prozent einstellen. Ab einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde schaltet sich der Motor automatisch ab. Sie können das Elektrorad auch ganz ohne Motorunterstützung fahren.

Im Straßenverkehr gelten keine besonderen Einschränkungen für die Elektrofahrräder. Für gewöhnliche Pedelecs benötigen Sie weder Zulassung noch Führerschein. Dabei sind Sie in der Stadt bis zu einer Entfernung von neun Kilometern mit dem Elektrorad sogar schneller am Ziel als mit dem Auto.

Nur für schnellere Modelle, deren Motor sich erst ab einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern abschaltet, sind Versicherungskennzeichen, eine Mofa-Prüfbescheinigung und je nach Betriebserlaubnis Helm und Fahrerlaubnis M erforderlich.

So weit der Akku reicht

Mit einer Akkuladung schafft ein Elektrofahrrad eine Strecke bis zu 60 Kilometer – abhängig vom Terrain, dem gewählten Unterstützungsgrad, der Zuladung und dem Fahrergewicht. Danach muss der Akku zwischen zwei und fünf Stunden zum Aufladen an die Steckdose. Je nach Hersteller ist nach drei bis fünf Jahren ein neuer Akku fällig.

Achten Sie beim Kauf darauf, wie lange der Hersteller die Verfügbarkeit von Ersatzakkus garantiert. Am besten  lassen Sie sich die Garantiebedingungen für den Akku schriftlich geben, denn ein neuer Akku kostet zwischen 400 und 1.000 Euro.

Die Preisspanne für ein neues Elektrorad reicht von 900 bis 4.000 Euro und darüber. Qualitativ gute Elektrofahrräder erhalten Sie ab etwa 1.500 Euro. In Deutschland sind die Elektroräder mittlerweile echte Verkaufsschlager - allein im vergangenen Jahr wurden rund 150.000 Stück verkauft.

Elektroräder als Alternative zum Auto

Ein Elektrofahrrad braucht durchschnittlich eine Kilowattstunde Strom auf 100 Kilometer. Die Stromkosten dafür liegen derzeit bei etwa 20 Cent.

Kohlendioxid-Emissionen entstehen nur in geringem Maße. Sie sind von der Zusammensetzung des Stroms abhängig und liegen zwischen 4 und 14 Gramm CO2 je Kilometer. Zum Vergleich: Autos in Deutschland stoßen pro Kilometer im Schnitt 190 Gramm CO2 aus.

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Stand: 30.06.2010

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Weiterführende Links

Praktische Tipps rund ums Elektrorad Bundesweite Radshow der Verbraucherallianz Hier können Sie Elektroräder testen Elektroräder im Praxistest Weblog der Verbraucherzentrale NRW zu einer zwölfwöchigen Probetour mit Elektrorädern

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Elektrofahrräder - Radeln mit eingebautem Rückenwind Faltblatt (2 Seiten, 1,2 MB)

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