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Autorennen mit Aha-Effekt
Vorfahrt für den Klimaschutz auf Leipziger Automesse
Die Verbraucherzentralen und der Verkehrsclub Deutschland luden die AMI-Besucher zu einem Autorennen der besonderen Art ein: Die Autos wurden über Fahrräder angetrieben und wer mit einem großen Wagen ins Rennen ging, musste stärker in die Pedale treten als die Konkurrenz mit dem spritsparenden Modell.
Bevor die Besucher der AMI 2010 zum Autorennen starteten, konnten sie wählen zwischen einem großen, PS-starken Auto und einem einem kleineren, spritsparenden Modell. Erst dann gings auf Rad und es hieß strampeln, strampeln, strampeln - um die Autos mit eigener Muskelkraft anzutreiben. Ein Computer übertrug die Geschwindigkeit der Hinterräder auf die Elektroflitzer. Die Modellrennbahn wurde von der Hochschule Bochum eigens für Autorennen der Verbraucherallianz fürs Klima entworfen.
Auf dem Fahrrad zeigte sich sehr schnell, welche Auswirkung die zuvor getroffen Entscheidung für ein Automodell hat. Denn um ein großes Modellauto zu bewegen, bedurfte es sehr viel mehr Anstrengung als bei einem kleineren Konkurrenten. Die Chancen auf einen Sieg beim Autorennen lagen bei einem kleinen Auto also deutlich höher.
Um die Modellautos anzutreiben, mussten die Besucher am Stand der Verbraucherallianz mächtig in die Pedale treten. Fast 800 Rennradler ließen sich ablichten.
Autorennen simuliert reale Auswirkungen auf den Klimaschutz
Auf reale Pkw übertragen bedeutet dies einen höheren Energie- und Spritverbrauch und in Folge dessen einen höheren CO2-Ausstoß. Kleine Wagen mit einer geringeren Leistung und weniger Spritverbrauch liegen in Sachen Klimaschutz ganz klar vorn. Und genau darum ging es der Verbraucherzentrale Sachsen und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) beim Autorennen auf der AMI 2010, denn mit diesen ungewöhnlichen Autorennen verdeutlichten sie den Zusammenhang zwischen Spritverbrauch und CO2-Ausstoß.
Bereits auf der IAA im vergangenen Jahr veranstalteten die Verbraucherzentralen Autorennen mit Modellwagen. Damit lockten sie 45.000 Interessierte an den Stand. Zahlreiche Besucher nahmen nicht nur an einem Autorennen teil, sondern nutzten ebenso die Gelegenheit, sich am Messestand zu informieren und persönlich beraten zu lassen.
Beratungsangebot der Verbraucherallianz bei AMI 2010
Auch bei der AMI 2010 lohnte ein Besuch am Stand der Verbraucherzentralen nicht nur wegen der Autorennen. Ein von Jugendlichen umgebautes Schwalbe-Moped demonstrierte, wie aus einem alten Motorroller ein mit Strom betriebener Flitzer werden kann. Die Berater der Verbraucherzentralen und die Mobillitäts-Experten des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) gaben Tipps, wie sich durch die richtige Fahrweise viel Kraftstoff und Geld sparen lässt und informierten über neue Auto-Modelle und spritsparende Antriebstechniken.
Stand: 20.04.2010
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