Baualter, Heizungsart und Energieverbrauch von Wohngebäuden

Rund 40 Millionen Wohnungen gibt es in Deutschland, davon sind 37,2 Millionen Wohnungen bewohnt. Die durchschnittliche Wohnungsgröße liegt bei 89,9 m². Pro Kopf stehen 42,9 m² zur Verfügung.

75 Prozent der Wohngebäude sind vor der ersten Wärmeschutzverordnung (1. November 1977) errichtet worden. Diese sind vielfach unsaniert und daher in einem energetisch schlechten Zustand. Insbesondere unsanierte Wohngebäude brauchen etwa dreimal so viel Energie zur Beheizung als Neubauten.

Etwa 50 Prozent der Gebäude müssen aus baulichen und technischen Gründen in den nächsten 20 Jahren saniert werden. Im Gebäudebestand bestehen deshalb die größten Energieeinsparpotenziale.

Wohnungsbestand

fertiggestellt bis 1918: 5,6 Millionen
fertiggestellt 1919 - 1948: 5,4 Millionen
fertiggestellt 1949 - 1978: 18,3 Millionen
fertiggestellt 1979 - 1990: 5,2 Millionen
fertiggestellt 1991 - 1995: 1,6 Millionen
fertiggestellt 1996 - 2000: 2,0 Millionen
fertiggestellt 2001 - 2006: 1,3 Millionen

Wohnungen mit:

Fernheizung: 4,8 Millionen
Block-/Zentralheizung: 26,0 Millionen
Etagenheizung: 2,7 Millionen
Einzel- oder Mehrraumöfen: 2,8 Millionen

Beheizung mit:

Fernwärme: 4,8 Millionen
Gas: 17,6 Millionen
Elektrizität/Strom: 1,5 Millionen
Öl: 11,0 Millionen
Briketts, Braunkohle: 0,3 Millionen
Koks, Steinkohle: 0,09 Millionen
Holz, erneuerbaren Energien: 1,1 Millionen

Verbrauch und CO2-Emissionen

Das Treibhauspotenzial der verschiedenen Energieträger unterscheidet sich stark. Strom ist nicht nur eine besonders teure Energie, sondern im Durchschnitt auch die klimaschädlichste. Fernwärme verursacht im Vergleich zu Erdgas und Heizöl die geringsten CO2-Emissionen.

Vergleichswerte:

Heizöl: 302 Gramm CO2-Emissionen je Kilowattstunde
Erdgas: 244 Gramm CO2-Emissionen je Kilowattstunde
Fernwärme: 219 Gramm CO2-Emissionen je Kilowattstunde
Strom durchschnittlich: 600 Gramm CO2-Emissionen je Kilowattstunde

Je nach Sanierungsgrad der Wohngebäude können der Energiekennwert und damit der Verbrauch stark schwanken. Im Durchschnitt liegt der Energiekennwert beim Heizöl zwischen < 90 Kilowattstunde je Quadratmeter pro Jahr (sehr guter Wert) und > 220 Kilowattstunde je Quadratmeter pro Jahr (viel zu hoher Wert).

Bei Nutzung von Erdgas sind sehr gute Energiekennwerte 85 Kilowattstunde und weniger je Quadratmeter pro Jahr und sehr schlechte Werte 205 Kilowattstunde und mehr je Quadratmeter pro Jahr. Fernwärme weist mit 70 Kilowattstunde und weniger gute und mit 178 Kilowattstunde und mehr viel zu hohe Werte auf.

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Stand: 02.11.2009

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Energie sparen im Gebäudebereich

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