für mich. für dich. fürs klima.
Drehbuch zum Video
Gemütliche Wohnküche mit viel Holz
Kap. 1
Wir befinden uns in einer nicht zu modernen, hellen, freundlichen Wohnküche.
Eine analoge Uhr, die rechts oben im Bild eingeblendet ist, sagt uns während des kompletten Films immer die Uhrzeit an. In der Uhr steht auch klein SA (Samstag).
10.00 Uhr
Luis (18, sympathisch wirkend) kommt mit seiner jung-dynamisch wirkenden Mutter (um die 40) zur Tür herein. Luis stellt seinen Einkaufkorb auf den Küchentisch ab. Die Mutter stellt ihre Einkaufstüte daneben.
Luis:
Ich sage ja auch nur: Ein Fünftel.
Mutter:
Wie: Ein Fünftel?
Luis:
Na, dass Landwirtschaft und Ernährung in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoß klimaschädigender Gase beteiligt sind.
So krass es klingt: Alles was Du isst, beziehungsweise einkaufst, trägt zur Erderwärmung bei.
Mutter (schmunzelnd):
Dafür dass Essen so schädlich ist, hast Du aber ganz schön zugelangt.
Sie deutet auf seinen Einkauf.
Das Bild hält an – links der Einkaufskorb, rechts die Tüte.
Sprecherin:
Jetzt sind Sie an der Reihe.
Für welchen Einkauf würden Sie sich entscheiden, wenn Sie sich nicht nur gesund, sondern auch klimabewusst ernähren möchten?
Nun kann der User sich entscheiden: Klickt er auf den Einkaufkorb oder die Einkaufstüte?
In jedem Fall läuft aber danach der andere Film auch ab, so gehen die Informationen nicht verloren.
Kap. 2
2A - Der Einkaufskorb
Während uns die Sprecherin über gesunde und klimaverträgliche Produkte aufklärt sehen wir in einer Großaufnahme in einer Aufsicht auf den Tisch, wie die verschiedenen Produkte auf dem Tisch verteilt werden: Viel Obst und Gemüse der Saison:
(für August/September) z.B. Äpfel, Birnen, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen,
Wassermelone, Bohnen, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Möhren, Paprika, Porree, Radieschen, Salatgurke, Tomaten, Zucchini, Kopfsalat, Eichblattsalat, Radicchio, Endiviensalat;
Tofu- und Soja-Produkte, Tiefkühl-Fischfilet (möglichst „natur“ – also wenig verarbeitet), 1 Liter fettarme Milch, 500-gr-Becher Biojoghurt, Kräuterquark, fettarmer Weichkäse, z.B. Camembert, evtl. Biomarmelade, wenig Verpackung.
Sprecherin:
Für eine gesunde und klimaverträgliche Ernährung sollte ihr Speiseplan überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln bestehen: Dabei sollten Sie Ihren Einkaufskorb in jeder Jahreszeit anders füllen. Denn wenn Sie aktiv zum Klimaschutz beitragen möchten, bevorzugen Sie die Lebensmittel, die gerade in Deutschland Saison haben.
Die Mutter räumt mit Luis den Einkauf in die Schränke.
Sprecherin:
Regionale Lebensmittel belasten das Klima weniger, wenn effiziente Transportmittel verwendet werden. Wer die Landwirtschaft vor der eigenen Tür unterstützt, trägt auch zum Erhalt der Landschaft und Wirtschaft in der Region bei.
2B - Die Einkaufstüte
Während uns die Sprecherin kurz über Produkte aufklärt, die nicht klimaverträglich sind sehen wir, wie Mutter und Sohn die die verschiedenen Produkte aufräumen. Unterschnitten mit Großaufnahmen der Produkte:
große Mengen Wurst (Salami, Mettwürstchen, Rinderschinken, Leberwurst), Fertigprodukte (z.B. Suppenterrinen, Tütensuppen, Bolognesefix, Pfannkuchenteig in der Flasche, Bratkartoffeln im Paket) zwei Tiefkühlpizzen, auch Gläser (Spargel), Konserven (Pfirsiche, Champignons, grüne Bohnen), Tiefkühlfleisch (gerne argentinische Steaks oder Fleisch aus Neuseeland aus dem Discounter!), Tiefkühlerdbeeren- und TK-Brokkoli, Sahneeiscreme, Fertigdesserts, Tiramisu, Pudding mit Sahne, Käsekuchen im Becher oder Riegel, viel unnötige Verpackung (eingeschweißte Bananen, Gurken).
Sprecherin:
Die Produktion von Fleisch, Wurst und anderen tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukten und Eiern ist besonders klimabelastend. Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden mehr als 13 kg Treibhausgase freigesetzt. Ein Kilo Obst verursacht dagegen nur rund 1/2 kg, Gemüse sogar nur etwa 150 g Treibhausgase.
Der Vater (attraktiv, sportlich, um die 40) betritt die Küche. Und nimmt 1 Tiefkühlpizzas in die Hand.
Vater (zu Luis):
Hast du mal wieder in der Tiefkühlabteilung zugeschlagen, Luis?
Mutter:
Das war ich. Dein Sohn wandelt sich ja für seine neue Freundin Katrin gerade zum Klimaretter.
Luis (leicht genervt):
Mann. Mann. Was heißt Klimaretter.
Da lernt man mal dazu und wird gleich von seinen eigenen Eltern verarscht.
Passt mal auf: Sowas wie deine Pizza hier wird schockgefrostet - also innerhalb weniger Minuten auf minus 30 bis minus 40 Grad gekühlt und muss dann die ganze Zeit vom Hersteller über Großhandel und Supermarkt und natürlich auch während all der Transporte und dann noch bei uns zu Hause weiter unter enormem Energieverbrauch tiefgekühlt werden. Das ist alles andere als klimaschonend. Je stärker verarbeitet Lebensmittel sind, desto mehr Energie wird verbraucht und desto stärker belasten sie das Klima.
Kap. 3
Das Bild verdunkelt sich leicht. Die Uhr bewegt sich in die Mitte und wird dabei größer. Die Zeiger fangen an sich zu bewegen und stoppen bei
Kap. 4A
13.20 Uhr
Der Sohn nimmt die geschälten Kartoffeln aus der Schale und wählt einen Topf aus.
Der Film hält an.
Der Sohn steht nun mit dem mit wenig Wasser und Kartoffeln gefüllten Topf vor dem Herd.
Luis (zur Mutter):
Welche Platte?
Wir sehen den Herd in Großaufnahme. Daneben der Topf. Der User kann nun auf einen der zwei markierten Herdplatten klicken.
Bei dem richtigen erscheint läuft der Film weiter, bei der falschen wird diese rot markiert – Dazu die Sprecherin: „Leider nicht ganz richtig“.
Kap. 4B
Der Topf wird auf die richtige Herdplatte gestellt und die Platte angestellt.
Sprecherin:
Wählen Sie immer den kleinstmöglichen Topf und dann die passende Herdplattengröße:
Sind Topf oder Pfanne nur wenige Zentimeter kleiner als die Herdplatte oder die Kochzone, so verpufft ein Teil der Energie ungenutzt.
Achten Sie auch darauf, einen gut schließenden Deckel zu verwenden. Kochen ohne Deckel verbraucht nämlich 30 Prozent mehr Energie.
Am Topf erscheint Dampf. Die Kamera zoomt auf den Dampf.
Sprecherin:
Wer noch mehr sparen möchte, nutzt den Wasserdampf zum Garen – bei Kartoffeln und Gemüse reichen schon ein bis zwei Zentimeter Wasser.
Ein weiterer Vorteil: Bei diesem schonenden Dünsten bleiben Nährstoffe und Eigengeschmack der Speisen weitgehend erhalten.
Luis:
So in 20 Minuten sind die Kartoffeln dann fertig!
Luis dreht den Herd von 12 auf 3.
Sprecherin:
Sobald Dampf aufsteigt, können Sie den Herd auf eine niedrige Stufe zurückdrehen.
Luis:
Das wusste noch nicht mal Katrin - redet immer von Bio, aber mit Energiesparen hat sie nichts am Hut.
Die Uhr wird eingeblendet – es vergehen 15 Minuten.
Kap. 5A
Die Uhr kommt wieder in den Vordergrund.
15.55 Uhr
Luis betritt mit seinem Vater die Küche.
Luis:
Was machst Du denn?
Vater:
Tee!
Während Luis die Teekanne auf den Tisch stellt, steht der Vater vor einem Topf Wasser und einem Wasserkocher.
Sprecherin:
Erhitzen Sie das Wasser mit dem Topf oder mit dem Wasserkocher?
Nach Klick:
Kap. 5B
Luis:
Dann aber mit dem Wasserkocher.
Wir sehen den Vater, wie er den Wasserkocher bedient.
Sprecherin:
Wasser sollte immer mit dem Wasserkocher erhitzt werden!
Es spart Zeit, Strom und Geld wenn das Wasser im Wasserkocher erhitzt wird statt auf dem dem Elektroherd. Noch mehr können Sie sparen, wenn Sie die Menge Wasser genau abmessen und nicht nach gut dünken Wasser erhitzen.
Die Uhr kommt wieder in den Vordergrund.
18.33 Uhr
Kap. 6
Die Beleuchtung wechselt von Tages- auf Abendstimmung.
Luis und sein Vater sitzen schon am gedeckten Abendbrot-Tisch. Die Mutter stellt gerade Butter und Margarine auf den Tisch. Die Tochter (süß, 10) kommt nach Hause.
Tochter:
Hallo!
Hier Mama!
Sie reicht der Mutter die Bäckertüte, bekommt ein Bussi und setzt sich an den Tisch. Die Mutter packt die frischen hellen und Vollkorn Brötchen aus, und legt sie in den Brotkorb.
Schwenk über den gedeckten Tisch:
Der Vater schmiert sich eine fette Zwiebelmettwurst auf das Brot.
Luis:
Kannst Du nicht wenigstens an ein paar Tagen auf Fleisch verzichten?
Vater:
Erstens ist das Wurst und kein Fleisch…
Luis:
Sehr witzig.
Vater:
Und zweitens: Worauf sollen wir denn noch verzichten? Im Winter dürfen wir keine Tomaten essen und nur den Salat der bei uns wächst. Und fang jetzt nicht wieder mit deinen pupsenden und rülpsenden Kühen an – auch wenn ich immer noch nicht ganz verstanden habe, was das mit unserem Klima zu tun haben soll.
Sohn:
Ich habe das Mama vorhin auch schon erklärt: Kühe sind Wiederkäuer und verdauen eben anders als die meisten anderen Tiere. Da entsteht in ihrem Magen Methan, was mindestens zwanzigmal schlimmer für das Klima ist als CO2. Und allein Methan rülpst jede Kuh jeden Tag 300 bis 500 Liter in die Luft.
Vater (zur Mutter):
Woher kennt er eigentlich all diese Zahlen?
Mutter:
Tja….Ich habe das neulich auch mal in einem Artikel gelesen. Da stand drin: Seltener Fleisch, Wurst und fettreiche Milchprodukte, dafür mehr Gemüse und Obst. Lebensmittel aus der Region kaufen, anstatt weit gereister Lebensmittel!
Und lieber saisonale Produkte, als Treibhaus- oder Tiefkühlware! Eigentlich halt so, wie wir immer im Urlaub in Italien essen.
Vater:
Apropos. Gib mir mal noch ein Brötchen.
Die Tochter nimmt sich schnell das letzte Brötchen aus dem Korb.
Tochter:
Oh. Tut mir Leid.
Vater (schmunzelnd):
Sehr witzig!
Mutter:
Wir haben ja noch welche zum Aufbacken.
Kap. 7A
Wir sehen nun links einen Toaster mit Brötchenaufsatz und rechts den Ofen.
Sprecherin:
Warm und knusprig schmecken Brötchen am besten.
Welches Gerät würden Sie zum aufbacken benutzen?
Bei Klick auf den Ofen sowie auf den Toaster:
Kamerafahrt auf den Toaster. Die Brötchen werden in Großaufnahme aufgebacken.
Kap. 7B
Sprecherin:
Noch besser als aufbacken ist es natürlich, Brötchen immer frisch vom Bäcker zu holen. Wenn Sie dabei das Auto stehen lassen und stattdessen aufs Rad steigen – haben Sie ihre Klimabilanz schon wieder verbessert!
Um Brötchen bei Bedarf aufzubacken ist es schneller und effizienter einen Toaster mit einem Brötchenaufsatz zu benutzen.
Damit sparen Sie gegenüber dem Aufbacken im Backofen bis zu 70 Prozent Energie.
Kap. 8
Die Familie ist soeben mit dem Abendessen fertig geworden.
Tochter:
Ich geh in mein Zimmer.
Luis muss aufstoßen.
Die Tochter lacht.
Der Vater schmunzelt.
Mutter:
Luis!
Luis:
Oh. Tschuldigung. Wenigstens kommt bei mir kein Methan raus wie bei den Kühen!
Hehe.
Ende.
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