Die Vertreter des Verbraucherparlaments Eva Schurig, Sebastian Backhaus, Natalie Ardet bei der Übergabe des Forderungspapiers an die Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser (CDU)(v.l.n.r.). Daneben Holger Krawinkel, Fachbereichsleiter und Verkehrsexperte des vzbv. Rechte: vzbv/Heine
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Forderungen des Verbraucherparlaments an Parlamentarische Staatssekretärin Heinen-Esser überreicht
Eine Delegation des Verbraucherparlaments im Gespräch mit der Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
Klimaschutz und Mobilität waren die Themen des ersten Verbraucherparlaments, das im Juni einen Tag lang in Berlin beriet. Am Donnerstag (19.08.10) überreichten drei Teilnehmer des Verbraucherparlaments die Ergebnisse an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser (CDU).
150 Verbraucher waren am 11. Juni auf Einladung des Verbraucherzentrale Bundesverbands in Berlin zusammengekommen, um einen Tag lang über Mobilitätskonzepte für die Zukunft zu beraten.
Die Parlaments-Teilnehmer Eva Schurig aus Potsdam sowie Natalie Ardet und Sebastian Backhaus aus Berlin überreichten der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium die Ergebnisse des Verbraucherparlaments: Zehn Forderungen, zu denen auch jene nach einem größeren Angebot, einfachen Tarifen und mehr Service im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gehören.
Begeistert von der Idee des Verbraucherparlaments
"Das Konzept der Bürgerbeteiligung im Rahmen eines Verbraucherparlaments umzusetzen, ist eine sehr gute Idee und wurde ja anscheinend auch engagiert von den Teilnehmern aufgegriffen“, sagte Heinen Esser mit Blick auf die überreichten Ergebnisse.
Von jedem der drei Vertreter wollte sie ganz genau wissen, wie sie diesen Tag als Parlamentarier erlebt haben. „Das war sehr demokratisch“, berichtete Eva Schurig. „Jeder einzelne konnte seine Meinung sagen. Mit dem Verbraucherparlament haben wir gezeigt, dass es funktioniert, Positionen ganz demokratisch zu erarbeiten.“
Schnelle Einigkeit bei den „Parlamentariern“
Sebastian Backhaus erzählte von seinen Eindrücken: „Wir hatten Autofahrer dabei, die sich praktisch nur noch mit dem Auto bewegen, und dennoch war allen klar, dass sich etwas ändern muss. Wir haben Lösungen erarbeitet, die alle unterschreiben konnten. Ich fand es erstaunlich, wie schnell wir uns hier einig wurden. Es sollte noch mehr Verbraucherparlamente zu anderen Themen geben.“
Eva Schurig erläuterte, warum sie sich für das Verbraucherparlament beworben hatte: „Das Thema betrifft mich ja. Als Fußgängerin möchte ich sicher unterwegs sein können.“
Diskussion über die Forderungen der Parlamentarier: Ursula Heinen-Esser mit Holger Krawinkel
Anregungen für die Arbeit des Verbraucherzentrale Bundesverbands
Holger Krawinkel, Fachbereichsleiter und Verkehrsexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, schloss sich der Begeisterung der „Parlamentarier“ an. Das Verbraucherparlament habe gute Anregungen auch für die Arbeit des Verbandes gegeben.
„Beispielsweise sind Verkehrsexperten oft viel autoorientierter als die Verbraucher. Das Verbraucherparlament hat diese Einschätzung bestätigt und kritisiert, dass die Verkehrsinfrastruktur sich zu stark am Autoverkehr orientiert. Die Infrastruktur weniger am Autoverkehr auszurichten, ist deshalb eine der verabschiedeten Forderungen.“
Heinen-Esser versprach: „Wir schauen uns die Lösungsvorschläge des Verbraucherparlaments sehr genau an und werden uns auch mit anderen Ressorts darüber austauschen. Ich fände es gut, wenn es weitere Verbraucherparlamente geben würde.“
Stand: 20.08.2010
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Materialien zum Download
Kurzdokumentation des Verbraucherparlaments Verfahren und detaillierte Abstimmungsergebnisse [PDF; 10 Seiten, 1,3 MB]


