Für echte Klimaprämien

Wie Verbraucher zu 100 Prozent mobil sein, Geld sparen und das Klima schützen können

Mobil sein und das Klima schonen - das schließt sich im motorisierten Zeitalter schon beinahe aus. Dennoch muss auf Komfort nicht verzichtet werden, wenn die Verbraucher richtig kalkulieren. Wie das geht, zeigt die Klimaprämie der Verbraucherzentrale Sachsen.

Graue Wolken hängen über der Dresdner Altstadt, als ein rotes Auto vor der Kulisse des ehemaligen Weltkulturerbes hält. Das Auto gehört zu der Aktion im Rahmen des neuen Klimaprojekts der Verbraucherzentrale Sachsen mit dem Kampagnenschwerpunkt Mobilität. Die Kernaussage: klimafreundliches Verhalten schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. An der Elbe wurde dies durch Zahlen zur sogenannten Klimaprämie symbolisiert: der Höhe der finanziellen Einsparung.

Auf Tafeln präsentierte das Klimateam die monatlichen Kosten für verschiedene Mobilitätsangebote. Ein Auto kostet knapp 400 Euro monatlich, ein ÖPNV-Abo nur 40 Euro, gerade mal zehn Prozent. Auch andere Angebote wie Fahrrad, die Bahncard und Pendlerticket wurden in den  Rechnungen berücksichtigt. Ebenfalls einbezogen in die Klimaprämie wurde die Möglichkeit des Carsharing, bei dem Verbraucher Autos nur zeitweise nutzen und dabei zusammen mit anderen auf den Fuhrpark eines Carsharing-Anbieters zurückgreifen können. Durch den intelligenten Einsatz verschiedener Mobilitätsformen hat der Verbraucher die Möglichkeit, sich seine eigene Klimaprämie zu sichern.

Beispiel für die Klimaprämie

Klimaprämie  =  Autokosten - Andere Mobilitätskosten

350,- Euro      =  390,- Euro (Auto im Monat) - 40,- Euro (Monatskarte ÖPNV)

Jeder hat die Möglichkeit sich seine Klimaprämie zu sichern

Dabei geht es aber nicht nur um den reinen Preisvergleich. „Wir wollen zeigen, dass es Alternativen zum Auto gibt und sich ein Umstieg lohnt. Jeder einzelne Verbraucher kann sich sein auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Mobilitätspaket selbst zusammenstellen. Dazu müssen die Verbraucher aber auch mit dem nötigen Wissen ausgestattet werden, welche Angebote für sie in Frage kommen, und was sie kosten“, erläutert Julian Fischer die Stoßrichtung der Klimakampagne.

Das Besondere an der Kampagne für mich. für dich. fürs klima. ist der Fokus auf die Interessen der Verbraucher. Klimaschutz kann sich für Verbraucher in barer Münze auszahlen. Darüber hinaus kann gerade die Marktmacht des Verbrauchers zum Umdenken bei der Wirtschaft und den Anbietern führen. Fischer: „Am Anfang steht für uns der handlungskompetente Verbraucher. Dieser ist informiert und sich der Folgen seiner Kaufentscheidungen bewusst. Wir wollen nicht bestimmtes Verhalten verdammen, sondern den Verbraucher seinen Bedürfnissen entsprechend zu klimabewusstem Handeln aktivieren und befähigen.“

Stand: 14.08.2009

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