Jetzt schon an Weihnachten denken…
Frankfurter Klimasparbuch schenken!
Wer auf der Suche nach einem Geschenk mit Mehrwert für seine Lieben ist, dem wird auf seinen Streifzügen möglicherweise das druckfrische Frankfurter Klimasparbuch begegnen: Das im November erschienene Sparbuch versammelt einfache Ideen für energiesparendes und klimaschonendes Verhalten im Alltag.
Über 40 Gutscheine für Probierangebote, kostenfreie Bio-Schlemmereien und Klima-Rabatte machen darüber hinaus Lust, die Angebote in und um Frankfurt kennenzulernen: Gespart wird bei Bio-Lebensmitteln, Kosmetika, Kleidung, Zeitschriften, Stadttouren mit dem Velotaxi oder dem Segway-Elektromobil. Das Sparbuch bietet Informationen und Tipps – vom Kleiderkauf in Second-Hand-Läden über Recycling-Design-Möbel oder klimaneutrales Web-Hosting bis zur nachhaltigen Geldanlage oder energetischen Gebäudesanierung.
Das Konzept Gutscheinbuch in den Dienst des Klimaschutzes zu stellen, ist ein löbliches Unterfangen. Aber wie alle Gutscheine sind natürlich auch diese in erster Linie – Werbung. Das Sparbuch bietet ein attraktives Umfeld unter anderem auch für Unternehmen, die hochpreisige Waren und Dienstleistungen bewerben wollen. Dem Verbraucher obliegt es also, beim Kauf zu hinterfragen, was das Unternehmen in puncto Klimaschutz wirklich leistet.
Wer hätte das gedacht…
Eigentlich weiß jeder, dass Modem, Router oder Warmwasserboiler nicht in Bereitschaft oder Betrieb sein müssen, wenn alles schläft. Wer hätte aber gedacht, dass sich schnell mal 60 Euro pro Jahr sparen lassen, indem man diese Geräte einfach abschaltet, wenn sie sowieso nicht gebraucht werden?
Grüne Soße oder Tafelspitz? Wer sich öfter mal für die erstere der beiden Frankfurter Spezialitäten entscheidet, erspart dem Klima erhebliche Mengen CO2. Denn bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch entstehen mehr als 13 Kilogramm davon – ungefähr soviel wie auf einer Autofahrt von Frankfurt nach Darmstadt.
Regionales und saisonales Essen schmeckt besser und spart jede Menge klimaschädigende Gase bei der Herstellung und beim Transport. Warum das Ganze nicht noch weitertreiben und ein neues Hobby daraus machen? Auch überzeugte Städter können sich für kleines Geld ein Stück Gemüsegarten oder eine Streuobstwiese leisten und mit der Unterstützung stadtnaher landwirtschaftlicher Betriebe einen ganzen Sommer lang ihr eigenes Obst und Gemüse pflegen und ernten. Das Klimasparbuch verrät, wie’s geht.
Mehr Genuss statt Verzicht
Mit anschaulichen Beispielen bringt das Klima-Sparbuch Lesern ins Bewusstsein, wo durch Lebensstil, Ernährung und Konsum viel Energie verbraucht wird und große Mengen klimaschädigender Gase entstehen – und wie Verbraucher dem im Alltag entgegenwirken können. Das Klimasparbuch predigt keinen Verzicht, sondern will Bewusstsein schaffen und zu kleinen Veränderungen mit großen Auswirkungen anregen. Meist ist damit sogar ein Gewinn an Lebensqualität verbunden – und nicht selten kann auch noch ordentlich Geld gespart werden: Ein Sparschwein neben den Tipps symbolisiert dies und nennt die eingesparten Geldbeträge in Euro und Cent.
Kleine Beliebigkeiten?
Das Klimasparbuch ist allerdings kein genuin „frankfurterisches“ Produkt – davon zeugen rund zehn der Gutscheine für Preisermäßigungen, die nicht von regionalen Unternehmen angeboten werden: Zum Beispiel Vergünstigungen bei der Buchung eines Urlaubs im Biohotel, beim Abonnement einer Zeitschrift oder einem Anbieter ökologischer Sanierungen.
Darüber hinaus bietet das Sparbuch natürlich auch ein attraktives Umfeld für Unternehmen, die hochpreisige (und zum Teil auch ganz konventionelle) Waren und Dienstleistungen bewerben wollen. Hier entsteht leider der Eindruck, dass zugunsten der Menge an Gutscheinen das Klima-Kriterium manchmal nur von untergeordneter Bedeutung war… Gut hätte es dem Klimasparbuch darüber hinaus angestanden, wäre es auf qualitativ hochwertigem Recyclingpapier gedruckt worden – mit weniger Rohstoffverbrauch und Energieaufwand.
Es bleibt – trotz kleiner Einschränkungen – zu hoffen, dass das Klimasparbuch auf vielen Gabentischen landet. Alle Gutscheine sind gültig bis Ende 2011 – genug Zeit also, quer durch die Stadt und in allen Lebensbereichen die Vorteile des Klimasparbuchs zu nutzen.
Das Klimasparbuch wird herausgegeben vom Energiereferat der Stadt Frankfurt und dem oekom e.V. Es ist im oekom-Verlag erschienen und erhältlich beim Frankfurt Forum (Römerberg 32), in den Läden der Kaisers Bio-Bäckerei und im Buchhandel. Es kostet 6,90 Euro.
Stand: 16.11.2010


