Klimabewusst durch den Advent - Tipp 2: Klimaschutz beim Weihnachtsessen
Auch bei der Auswahl des Weihnachtsmenüs kann man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten - und dies, ohne auf Genuss verzichten zu müssen. Feldsalat mit Birnen und Walnüssen hat eine bessere Klimabilanz als Bohnen aus Kenia, stellt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. fest. Zuchtfisch oder Meeresfisch mit MSC-Siegel aus nachhaltiger Produktion sowie saisonales Obst und Gemüse, möglichst aus der Region, lassen die Klimabilanz des Festessens besser dastehen. Wer statt Erdbeeren aus Südafrika Bratäpfel zum Dessert serviert, leistet einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz. Denn: Per Flugzeug über weite Strecken transportierte Lebensmittel verursachen eine Menge Treibhausgase.
Im Vergleich zu Schiff, Bahn oder LKW ist das Flugzeug besonders klimaschädigend: 16 Prozent aller durch Lebensmitteltransporte verursachten Klimagase entstehen durch Flugtransporte. Dies liegt am hohen Treibstoffbedarf der Flugzeuge. Außerdem wirkt sich der CO2-Ausstoß in großer Höhe extrem klimabelastend aus.
Da Transporte per Flugzeug besonders teuer sind, werden vor allem leicht verderbliche Lebensmittel, die in der aktuellen Jahreszeit nicht aus heimischem Anbau zur Verfügung stehen, auf diesem Weg transportiert. Kunden können leider nicht erkennen, welche Lebensmittel mit dem Flugzeug transportiert werden, denn dies muss derzeit nicht gekennzeichnet werden. Einen Hinweis können die Herkunftsländer geben: Dass leicht verderbliche Brombeeren aus Chile, Spargel aus Thailand oder frischer Fisch aus dem Pazifischen Ozean per Flugzeug importiert wurden, ist recht wahrscheinlich.
Optimal für den Klimaschutz sind pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, die in der Region angebaut, saisonal geerntet und nach den Regeln des ökologischen Landbaus erzeugt werden. „Stehen auf dem Speiseplan insgesamt mehr Obst und Gemüse und dafür weniger Fleisch und „konzentrierte“ fettreiche Produkte wie Butter, Sahne und Salami, dann ist der „Klima-Esser“ perfekt. Gleichzeitig tut er auch seiner Gesundheit Gutes“, resümiert Waltraud Fesser, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
Das Faltblatt „Klimaschutz schmeckt“ gibt Tipps zum Klima-gesunden Essen und Einkaufen. Es ist kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erhältlich. Im Internet kann es unter http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/klimaschutz_schmeckt schmeckt herunter geladen werden.
Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Weitere
Informationen rund um eine klimabewusste Ernährung gibt es montags von 9 bis 13
Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr am Ernährungstelefon der
Verbraucherzentrale unter der Rufnummer 01805 60 75 60-30 (0,14 €/Min. aus dem
deutschen Festnetz, Preise aus den Mobilfunknetzen und den Netzen anderer
Anbieter können abweichen).
Stand: 01.12.2009


