Klimalexikon
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Blauer Engel
Blauer Engel
Der blaue Engel ist die weltweit erste und älteste Kennzeichnung für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. 1978 wurde das Gütesiegel auf Initiative des Bundesinnenministers eingerichtet. Es wird freiwillig vergeben und kennzeichnet die bestmöglichen ökologischen Eigenschaften eines Produktes bzw. einer Dienstleistung.
Das Siegel steht dabei für eine ganzheitliche Betrachtung der Umwelteigenschaften: Sie reicht von der Herstellung über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung. Der Blaue Engel bietet damit Transparenz für Verbraucher und ist zugleich marktpolitisches Instrument für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Dahinter stehen vier Institutionen:
Inhaber des Umweltzeichens ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das Umweltbundesamt erarbeitet als neutrale, unabhängige Fachbehörde Vorschläge für neue Produkte bzw. Produktgruppen und entwickelt Kriterien für die Vergabegrundlagen. Die „Jury Umweltzeichen“ berät und beschließt auf Basis dieser Vorschläge die Vergabegrundlagen. Ihre Arbeit ist ehrenamtlich, weisungsfrei und unparteiisch - das macht sie zum Garanten der Unabhängigkeit des Blauen Engels.
Heute tragen rund 10.000 Produkte und Dienstleistungen in 80 Produktkategorien den Blauen Engel. Ausgenommen vom Gütesiegel sind Lebensmittel.

Das Logo des Blauen Engels besteht aus folgenden drei Elementen:
1. Dem Umweltzeichen der Vereinten Nationen in Form eines blauen Ringes mit Lorbeerkranz und einer blauen Figur mit ausgebreiteten Armen im Zentrum.
2. Die Umschrift mit dem konkreten Hinweis auf die wichtigsten Umwelteigenschaften des damit gekennzeichneten Produkts z.B. weil energiesparend und geräuscharm.
3. Der Hinweis auf das jeweils zentrale Schutzziel des Produktes z.B. "schützt die Ressourcen".
Die Produktgruppen werden derzeit in vier verschiedene Schutzziele eingeordnet: „schützt die Gesundheit“, „schützt das Klima“, “schützt das Wasser“ und „schützt die Ressourcen“.
Stand: 17.11.2009


