Klimalexikon

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Clean Development Mechanism (CDM)

Clean Development Mechanism (CDM) ist ein Mechanismus und offizieller Standard des Kyoto Protokolls für eine umweltverträgliche Entwicklung. Er wurde für Kompensationsprojekte der Industrie entwickelt und schafft Voraussetzungen, um in Entwicklungsländern Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen, die dort finanziell meist am günstigsten sind. Zugleich sollen die Klimaschutzprojekte ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung sein. Der CDM wird oft von Industrieunternehmen genutzt, um ihre Emissionen über den internationalen Emissionshandel zu senken.

Der CDM berücksichtigt zwar das Kriterium der Zusätzlichkeit nicht in dem strengen Maße wie der Gold-Standard, er hat, wenn auch mit Abstrichen, dennoch ein hohe Akzeptanz in Expertenkreisen. Darum werden CO2-Minderungsprojekte der ernstzunehmenden Kompensationsanbieter inzwischen im Regelfall nach CDM oder Gold Standard ausgerichtet.

 

CO2 (Kohlenstoffdioxid)

Kohlenstoffdioxid ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und das wohl bekannteste Treibhausgas. Es entsteht bei Verbrennungsvorgängen und auch bei der Atmung von Menschen oder Tieren. Sogenannte "Senken" wie Ozeane und Pflanzen nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf. Da die Ozeane wärmer werden und in der Vergangenheit viel CO2 aufgenommen haben, sinkt ihre Fähigkeit CO2 aufzunehmen. Das bedeutet, dass mehr emittiertes CO2 in der Atmosphäre verbleibt. Der Mensch stört den natürlichen Kreislauf durch die Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) und die Rodung von Regenwäldern. Kohlendioxid ist ein lange wirksames Treibhausgas: Nach 1.000 Jahren ist immer noch ein Fünftel wirksam. Seit der Industrialisierung ist der CO2-Anteil in der Atmosphäre messbar um mehr als ein Drittel angestiegen (von 280ppm auf knapp 390ppm).

(parts per million, auf deutsch: Teile von einer Million)

CO2-Äquivalent

Es gibt verschiedene Gase, die das Treibhaus Erde anheizen. Neben Kohlendioxid (CO2) sind das vor allem Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Um die jeweiligen Mengen besser miteinander vergleichen zu können, rechnen die Wissenschaftler alles in CO2-Äquivalente um. Ein Molekül Methan ist 21 Mal so schädlich fürs Klima wie ein CO2-Molekül, ein Molekül Lachgas wirkt sogar 296 Mal so stark. Allerdings sind die Gesamtmengen an CO2 am größten. Deshalb haben die Wissenschaftler Kohlendioxid als Referenzgröße gewählt.

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