Klimalexikon

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Zwei Grad Celsius

Klimaforscher befürchten, dass bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten das Klima in Teilsystemen zu kippen droht. Würde diese Schwelle überschritten, würden Klimaveränderungen in Gang gesetzt, die nicht mehr rückgängig zu machen wären. Teilweise würden diese Veränderungen wiederum beschleunigend auf den Klimawandel einwirken. Forscher sprechen auch von den Kipp-Elementen des Klimasystems. Eine Folge wäre zum Beispiel das Schmelzen der arktischen Eismassen.

Die Industrienationen, unterstützt von wichtigen Schwellenländern, haben sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Temperaturanstieg weltweit auf höchstens zwei Grad Celsius zu begrenzen. In seinem vierten Sachstandsbericht von 2007 hat der Weltklimarat (IPCC) berechnet, welche Anstrengungen dazu notwendig sind: Der Anstieg der globalen Emissionen muss bis zum Jahr 2015 gestoppt werden („Peak“) und bis 2050 um mindestens 50 Prozent reduziert werden.

Um Schwellen- und Entwicklungsländern noch CO2- Emissionen zu ermöglichen, bedeutet dies für Industrieländer eine Reduktion um mindestens 40 Protzent bis 2020 und etwa 95 Prozent bis 2050 (alle Reduktionswerte gegenüber dem Stand von 1990). Die Geschwindigkeit des globalen Emissionsanstiegs hat in den letzten Jahren jedoch zugenommen. Die Zeit drängt also.

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