Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
Klimabewusste Ernährung - Möglichkeiten und Grenzen
Vortragsangebot der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zeigt Möglichkeiten und Grenzen auf
Manche Hersteller bewerben ihre Lebensmittel als klimaschonend. Verbraucher, die etwas für den Klimaschutz tun möchten, brauchen verlässliche Informationen. Die finden sie weder auf der Verpackung noch gibt es Vorschriften für ‚klimaschonende’ Produkte.
Klimaschonende Lebensmittel kaufen
Für Verbraucher ist es schwer, klimaschonende Lebensmittel beim Einkauf zu erkennen. Zwar werben Hersteller immer häufiger mit Begriffen wie „klimaneutral“ oder „für den Klimaschutz“, deren Wahrheitsgehalt beim Einkauf nicht überprüfbar ist. Von gesetzlicher Seite gibt es bisher keine Vorgaben, welche Anforderungen an die Eigenschaft ‚klimaschonend’ zu stellen sind. In der jetzigen Situation bleibt es den Anbietern selbst überlassen, welche Maßstäbe sie ihren Werbeaussagen zugrunde legen.
Ein transparentes und unabhängig kontrolliertes Kennzeichnungssystem ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Verbraucher die Klimawirkungen von Lebensmitteln vor dem Kauf erkennen können.
Essen und Klimawandel
Politik und Verbände appellieren an Verbraucher, sich klimaschonend zu verhalten. Rechnet man die Schadwirkung aller Klimagase in Kohlendioxid-Einheiten um, so werden nach Angaben des Umweltbundesamtes in Deutschland jährlich knapp 900 Mio. Tonnen Klimagase ausgestoßen. Etwa ein Fünftel werden durch die landwirtschaftliche Produktion und Lebensmittelherstellung verursacht.
Was die Klimabilanz beeinflusst
Die Hälfte der Emissionen im Lebensmittelsektor geht auf das Konto der landwirtschaftlichen Erzeugung. Die andere Hälfte verteilt sich auf industrielle Produktion, Transporte, Lagerung im Handel und Lebensmittelzubereitung im Haushalt. Der überwiegende Anteil der ausgestoßenen Treibhausgase ist damit der Lebensmittelherstellung vom Acker bis zum Verkaufsregal zuzurechnen, die Einflussmöglichkeiten des Verbrauchers sind entsprechend gering.
Häufig ist davon die Rede, dass die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel wie Gemüse und Obst eine geringere Klimawirkung besitzen als die Erzeugung tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eier. Aber auch innerhalb einer Produktgruppe gibt es Unterschiede, je nach Art der Produktionsverfahren, Transport oder Verarbeitungsgrad des Lebensmittels. Ob beispielsweise Obst aus Südafrika eingeflogen oder aus saisonalem Freiland-Anbau stammt, beeinflusst die Klimabilanz.
Das Vortragsangebot richtet sich an interessierte Bildungseinrichtungen und Verbrauchergruppen
Kontakt
Interessierte können sich wenden an: klimaprojekt@vz-bw.de
Stand: 14.08.2009


