Logo der Klimakampagne

 

Klimaschutz im Sinne der Verbraucher

Themen und Ziele der Kampagne „für mich. für dich. fürs klima.“

Das Ziel ist ehrgeizig: Zusammen mit 150 weiteren Staaten hat Deutschland versprochen, den Klimawandel zu bremsen. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Das kann nur gelingen, wenn sich jeder Einzelne dafür einsetzt.

Private Haushalte verursachen in Deutschland etwa ein Drittel der energiebedingten CO2-Emissionen. Sie verteilen sich auf Heizung und Warmwasser, elektrische Geräte und den motorisierten Individualverkehr. Auch wie wir uns ernähren, hat Auswirkungen auf das Klima. Deshalb fördert das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Klimakampagne im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Starkes Bündnis von Verbraucherorganisationen

„für mich. für dich. fürs klima.“ steht für ein breites Bündnis: die 16 Verbraucherzentralen der Bundesländer, der Deutsche Mieterbund (DMB), der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Germanwatch, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenverbände (BAGSO) sowie der VerbraucherService (VS) im Deutschen Katholischen Frauenbund haben sich unter Federführung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zusammengeschlossen, um aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Die Verbraucherorganisationen sind auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene vernetzt und verdeutlichen damit die Besonderheit der Kampagne und zugleich ihre Stärke. Viele Angebote der Klimaschutzkampagne werden gemeinsam von allen Beteiligten ausgerichtet. Daneben gibt es zahlreiche Teilprojekte, mit denen die Verbände ihre Zielgruppen ansprechen und ihre Expertise und Erfahrungen einbringen.

Klimaschutz als persönlicher Gewinn

Gemeinsames Ziel der Verbände ist es, Verbraucher durch ein breites Informations- und Beratungsangebot in ihrem Bemühen um klimafreundliches Verhalten zu stärken und das Potenzial privater Haushalte bei der der Einsparung von CO2 zu nutzen. Deshalb möchte das Bündnis Verbraucher für den Klimaschutz interessieren, sie motivieren und dabei unterstützen, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Verbraucher sollen Maßnahmen zum Klimaschutz nicht als Belastung, sondern als Gewinn wahrnehmen: durch finanziellen Nutzen und einer Erhöhung der Lebensqualität.

Individuelle Beratung über Telefon und Internet

Informationen zu Chancen und Möglichkeiten im Klimaschutz bieten die Verbraucherzentralen und Verbände über bundesweite Aktionen, Informationsveranstaltungen, Wanderausstellungen, Bildungsangebote, Druckerzeugnisse und ein breit angelegtes Informationsangebot im Internet.

Zum Thema klimaverträgliche Mobilität können sich Verbraucher sogar persönlich beraten lassen. Sie können Ihre Fragen wahlweise über eine Telefonberatung oder über die Onlineberatung an Experten richten. Beide Serviceangebote sind kostenfrei.

Die Themen der Kampagne

  • Klimaverträgliche Mobilität
    Von zentraler Bedeutung ist eine Verminderung des CO2-Ausstoßes im Bereich des motorisierten Individualverkehrs und des Öffentlichen Verkehrs sowie die Verkehrsverlagerung. Thematische Schwerpunkte in 2009 sind Spritsparen und der klimaverträgliche Autokauf. 
  • Ernährung
    18 Prozent der klimaschädlichen Gase sind auf unsere Ernährung zurückzuführen. Was wir essen und wie wir es zubereiten, hat einen großen Einfluss darauf, wie die Temperatur auf der Erde steigen wird. Dabei ist es gar nicht schwer, sich gesund und klimaverträglich zu ernähren - Klimaschutz schmeckt!
  • Nachhaltiger Konsum
    Ob effiziente Haushaltsgeräte, Verzicht auf unnötige Verpackungen oder die Wahl von Produkten, die unsere Ressourcen nicht belasten – mit unseren großen und kleinen Einkäufen entscheiden wir mit, wie wir die Erde und unser Klima belasten.
    Nachhaltiger und klimaschonender Konsum bedeutet dabei keineswegs Verzicht, sondern in vielen Fällen ein Gewinn.

Bessere Rahmenbedingungen für Verbraucher

Damit Verbraucher Klimaschutz im Alltag ohne Hürden umsetzen können, treten die Verbraucherorganisationen gegenüber Politik und Wirtschaft für bessere Rahmenbedingungen ein. Denn die Hersteller müssen mehr klimaverträgliche Produkte entwickeln, der Handel noch mehr klimafreundliche Produkte ins Verkaufssortiment nehmen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband gibt zusammen mit den Kooperationspartnern Studien, Gutachten und Marktchecks in Auftrag. Gegen unlautere Werbung mit Klimaargumenten nutzt die Klimakampagne ihre juristischen Möglichkeiten.

Stand: 14.08.2009

Seite empfehlen

Weiterführende Links

Logo und Banner zum Download Machen Sie "Verbraucher fürs Klima" bekannt Klimaschutzinitiative der Bundesregierung Kooperationspartner der Klimakampagne Website des Bundesumweltministeriums zur Nationalen und Internationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung

In Ihrer Nähe

mehr ...

Kurztipps

Obst und Gemüse, Rechte: iStock
Mehr Obst und Gemüse Fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag: Die goldene Regel für eine gesunde Ernährung ist auch fürs Klima gut. Denn pflanzliche Lebensmittel belasten die Atmosphäre in der Regel weniger mit Treibhausgasen als tierische.
Kühlschrank auf Weldweg, Rechte: iStock
Energiefresser entsorgen Ersetzen Sie Ihren alten Herd oder Kühlschrank durch ein energiesparendes Gerät. Fast die Hälfte der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen wird bei der Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel verursacht.
Standby, Rechte: iStock
Auf Standby steht keiner mehr Standby heißt nicht immer standby. Manchmal gehen Geräte auch in den Sleep-, Eco- oder Energiesparmodus. So oder so: Die Geräte bleiben abrufbereit und verbrauchen Strom. Schalten Sie die Geräte lieber ganz ab.
Flugzeug am Himmel; Rechte: cossac/pixelio
Was fliegt denn da? Von allen Lebensmitteln verursacht Flugware am meisten CO2. Der Flugtransport von einem Kilogramm Fisch oder Obst aus Südafrika zum Beispiel verursacht elf Kilogramm CO2. Essen Sie also lieber Zuchtfisch oder Meeresfisch aus nachhaltiger Produktion, der ein MSC-Siegel trägt und saisonales Obst, möglichst aus der Region.
Thermometer, Rechte: iStock
Die richtige Temperatur finden Im Winter nur ein T-Shirt in der überheizten Wohnung zu tragen oder selten genutzte Räume auf 20 Grad zu heizen, schadet dem Klima und kostet viel Geld. Jeder Grad Celsius weniger senkt den Energieverbrauch um rund sechs Prozent.
Bierflaschen, Rechte: iStock
Mehrweg ist der richtige Weg Mehrwegverpackungen haben in der Umwelt- und Klimabilanz klar die Nase vorn. Lassen Sie Produkte mit aufwändiger oder überflüssiger Verpackung liegen und schicken Sie damit an Hersteller und Handel eine Botschaft für die Zukunft.
Hand an der Gangschaltung; Rechte: sparkie/pixelio
Wer schnell schaltet, spart Der erste Gang ist nur zum Anfahren. Schalten Sie rasch in den zweiten und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang. Als Faustregel gilt: Bei Tempo 30 im dritten, 40 im vierten und ab 50 im höchsten Gang fahren.
Papierstapel, Rechte: iStock
Vorder- und Rückseite nutzen Auch beim Drucken können Sie viel sparen und das Klima schonen. Bedrucken Sie Ihr Papier möglichst beidseitig, am besten von vornherein durch doppelseitigen Druck. Für viele Geräte ist das kein Problem.
Wasserhahn, Rechte: istock
Mit einem Griff Wasser sparen Eine Menge Wasser fließt bei der Suche nach der richtigen Wassertemperatur ungenutzt in den Abfluss. Die Lösung heißt Einhandmischer. Der sorgt dafür, dass die gewünschte Temperatur schnell einzustellen ist.
Frau auf Fahrrad, Rechte: VZBV
Für Kurzstrecken das Auto stehen lassen Wussten Sie, dass ein kalter Motor auf den ersten Kilometern bis zu 35 Liter Sprit pro 100 Kilometer braucht und stark verschleißt? Nehmen Sie für Kurzstrecken doch öfter mal das Rad oder gehen Sie zu Fuß - damit tun Sie auch etwas für Ihre Gesundheit.
Sahneherz auf Butterbrot; Rechte: berwis/pixelio
Aber bitte mit Sahne? Je höher der Fettgehalt eines tierischen Lebensmittels, desto schlechter ist dessen Klimabilanz. Ein bewusster, sparsamer Umgang mit Sahne, Butter und fettem Käse schont das Klima – und Ihre Gesundheit.
Papierrollen, Rechte: iStock
Weiße Weste dank Recyclingpapier Recyclingpapier schont Wälder, denn es wird aus Altpapier gemacht. Moderne Recyclingpapiere sind fast so hell wie Neupapier und diesem qualitativ in jeder Hinsicht ebenbürtig. Greifen Sie zu!
Batterien in geöffneter Hand; Rechte: fielperson/pixelio
Teure Kleingeräte Vom Radio bis zum Taschenrechner – Batterien und Akkus sind die teuerste Energieform überhaupt. Stromsparender und damit klimaschonender sind Alternativen mit Netzteil oder Solarbetrieb.
Drehzahlmesser; Rechte: tommyS/pixelio
Niedrigtourig sparsam Auto fahren 2.000 Umdrehungen pro Minute reichen in der Stadt aus. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und schont den Motor. Weniger CO2-Ausstoß ist besser fürs Klima, bedeutet weniger Spritkosten und spart Geld.
Fernbedienung für Fernseher: Engel; Rechte: pixelio/Rolf van Melis
Fernseher – große Filme auf großen Schirmen? Die richtige Größe des neuen Fernsehers will gut überlegt sein. Denn einen großen Bildschirm können Sie nur mit ausreichend Abstand genießen. Außerdem lohnt es sich besonders bei Fernsehern, die verschiedenen Modelle hinsichtlich ihres Stromverbrauchs zu vergleichen.
Blumen im Gewächshaus; Rechte: G. Bruske/pixelio
Blumen aus der Region Im Winter muss niemand auf Blumen verzichten. Heimische Gewächshäuser bieten etwa Chrysanthemen, Fresien oder Gerbera an. Noch besser sind Christrosen und Hortensien aus dem Kaltgewächshaus.
Tiefkühlgemüse; Rechte: istockphoto
Kühl auftauen! Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe können langsam im Kühlschrank auftauen – ihre Kälte geben sie an die Umgebung ab, und der Kühlschrank braucht weniger Energie zum Kühlen.
Kühlschrank innen, Rechte: iStock
Keine Eiszeit im Kühlschrank Kontrollieren Sie doch einmal die Temperatur Ihres Kühlschranks, am besten mit einem Kühlschrankthermometer. Denn in der Mitte des Gerätes reichen 5 Grad vollkommen aus. Für Gefrierschränke sind -18 Grad optimal.
Töpfe, Rechte: iStock
Clever kochen Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel. Der hilft wertvolle Energie zu sparen, die sonst ungenutzt verdampft. Die Herdplatte können Sie schon deutlich vor Ende der Kochzeit abstellen: Die Restwärme reicht aus, um das Essen fertig zu garen.
Pärchen vor Auto; Rechte: vzbv/M. Gloger
Klimabewusster Autokauf! Denken Sie an die Anschaffung eines Neuwagens? Achten Sie darauf, dass er klimaverträglich und sparsam ist. Informationen dazu bietet die VCD Auto-Umweltliste, die Sie kostenfrei in jeder Verbraucherzentrale erhalten.
Schiefertafel Bio, Rechte: iStock
Öfter auf Öko setzen Mit Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau sorgen Sie für gutes Klima auf dem Tisch. Beim Anbau fallen weniger Emissionen an, da auf energieintensive, mineralische Stickstoffdünger verzichtet wird. Bei tierischen Produkten ist der Bio-Vorsprung nicht ganz so klar. Grundsätzlich aber gilt: Wer mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel isst, tut der eigenen Gesundheit und dem Klima Gutes.
Gemüse aus der Region, Rechte: iStock
Lebensmittel aus der Region Setzen Sie regionale Lebensmittel auf Ihrem Einkaufszettel ganz nach oben. Kurze Transportwege schonen das Klima. Was vor Ort ausreifen konnte, schmeckt besser und hat oft mehr gesunde Inhaltsstoffe. Klimaschutz schmeckt!
Auto im Grünen, Rechte: iStock
Beim Urlaub die Umwelt im Blick Wer weit reist, sollte auch lang bleiben: Faustregel: 100 Kilometer reisen, einen Tag bleiben. Für einen Drei-Tages-Trip sollten Sie also nicht mehr als 300 Kilometer zurücklegen, empfiehlt der Verkehrsclub Deutschland.
Fahrrad mit Gemüse, Rechte: iStock
Vorausschauend einkaufen Eine Speiseplanung für einige Tage im Voraus und eine entsprechende Einkaufsliste helfen Kosten, Zeit und Energie zu sparen. Unnötige Einkaufsfahrten strapazieren die Nerven und belasten das Klima. Gesünder - auch fürs Klima - ist der Einkauf zu Fuß oder per Fahrrad.
Schinken und Wurst, Rechte: iStock
Weniger Fleisch ist mehr Die Produktion tierischer Lebensmittel verursacht deutlich mehr CO2 als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Verzichten Sie deshalb öfter mal auf Fleisch und Wurst und gönnen sich dafür dann ein besseres Stück.
Wasserkocher, Rechte: iStock
Ein Wasserkocher lohnt sich … … es sei denn, Sie kochen mit einem Gasherd. Ansonsten gilt: Wasser auf dem Herd zu kochen ist pure Energieverschwendung. Erhitzen Sie Wasser lieber mit dem Wasserkocher und messen Sie das Wasser genau ab.
Heizung, Rechte: istock
Die Heizung „in Watte“ packen Besonders hinter Heizungen sind die Wände oft dünn. Wärme geht durch solch schlechte Isolierungen ungenutzt verloren. Wärmedämmung in Form von Platten oder Folien wirkt dem entgegen. Sie sind im Baumarkt erhältlich und ganz einfach anzubringen.
Händewaschen, Rechte: istock
Energiefresser stoppen Häufig fristen kleine Wasserboiler unter Waschbecken oder in Unterschränken im Dauerbetrieb ein energiefressendes Dasein. Ein kleines Vorschaltgerät für um die 30 Euro stoppt den Stromklau.
Windrad; Rechte: P.Kirchhoff/pixelio
Stromanbieter: Sauber wechseln Jeder Deutsche verursacht im Jahr rund zehn Tonnen CO2. Allein durch den Wechsel zu Ökostrom könnte jeder Verbraucher seine jährliche CO2-Bilanz um zehn Prozent senken. Die geringen Mehrkosten lassen sich mit den anderen Klimatipps leicht wieder einsparen.
Holzpellets, Recht: iStock
Klimaneutral heizen mit Holz Beim Verbrennen von Holzpellets entsteht nur so viel CO2 wie der wachsende Baum zuvor der Atmosphäre entzogen hat. Ihr Ofen sollte allerdings den Grenzwert des Blauen Engels für Feinstaubemissionen nicht überschreiten.

alle Tipps im Überblick

Soziale Netzwerke

bunte, gespannte Fäden; Rechte: istockphoto

Mehr über unsere Aktionen erfahren Sie in unserem Blog.

 

Besuchen Sie uns auch auf

Facebook, Wer Kennt WenFlickr und Youtube.

Copyright © Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. 2009