Klimaverträglicher Schulstart
Zum Schulbeginn hält der Handel ein großes Angebot an Schulmaterialien bereit. Doch nicht alle sind klimafreundlich.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat daher pünktlich zum Schulstart
Tipps gegeben, worauf man beim Kauf von Papierprodukten achten sollte
und wie man Papier im Alltag sparen kann. Interessierte konnten an der
Aktion in Eimsbüttel kostenlos zwei Schulhefte und ein
Lesezeichen aus Altpapier mitnehmen.
Damit soll demonstriert werden, wie hoch die Qualität dieser Produkte
inzwischen ist. „Recyceltes Papier steht dem aus Frischfasern heute in nichts
mehr nach“, weiß Immo Terborg von der Verbraucherzentrale Hamburg.
„Das Image vom kratzigen, dunklen Papier, auf dem die Tinte zerläuft, ist
überholt“, so Terborg.
Für einen klimafreundlichen Schulanfang sollte beim Kauf insbesondere auf
das Umweltzeichen „Blauer Engel“ geachtet werden. Dieses Zeichen garantiert
eine Produktion aus 100 Prozent Altpapier. Von Papier mit Siegeln
wie „Aqua pro natura“ oder „Weltpark Tropenwald“ rät die Verbraucherzentrale
ab, da sie aus Frischfasern hergestellt werden. Eine Marktsichtung
ergab, dass immer weniger Schulhefte aus Altpapier im Handel sind. „Unter
den Handelsketten, deren Werbung wir untersucht haben, war Budnikowsky
die einzige, die ein ausreichendes Angebot vorhält“, so Terborg.
Weltweit liegt der Papierverbrauch bei durchschnittlich 59 Kilogramm pro
Kopf und Jahr. In der gleichen Zeit verbraucht in Deutschland jeder Mensch
250 Kilogramm. Recyclingpapier zu verwenden hilft dabei, Ressourcen zu
schonen und das Klima zu schützen.
Denn bei der Herstellung von Recyclingpapier wird nur halb so viel Energie
und nur ein Viertel so viel Wasser verbraucht wie bei herkömmlichem Papier.
Für den alltäglichen Bedarf zu Hause gibt es ebenfalls viele Produkte aus
Altpapier mit dem Blauen Engel: Toilettenpapier, Briefumschläge,
Taschentücher, Kopierpapier und vieles mehr.


