Mehr Brötchen statt Sprit
Die Verbraucherzentrale informiert auf dem Dresdner Stadtfest über klimafreundliche Mobilität
Radfahrer bekommen mehr Brötchen als Autofahrer. Warum das so ist, zeigte das Klimateam der Verbraucherzentrale Sachsen – mit leckeren Bio-Brötchen.
Zum Dresdner Stadtfest informierte die Verbraucherzentrale über die Möglichkeiten gleichzeitig mobil zu sein und dabei CO2 einzusparen. Vor Ort konnten sich Verbraucher über Spritspartipps, klimafreundliche Mobilität sowie Ernährung und Klimaschutz informieren und beraten zu lassen. Außerdem konnten sie ihr Wissen zum Thema Klimaschutz bei einem Klima-Quiz unter Beweis stellen.
Besonders hoher Verbrauch auf Kurzstrecken
Doch was haben die Brötchen mit unserem Klima zu tun? Das Auto ist nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel in Deutschland. Für 61 Prozent aller Wege wird das Auto genutzt. Laut dem Verkehrsclub Deutschland ist die Hälfte aller Autofahrten unter 6 Kilometer und 5 Prozent sind sogar kürzer als ein Kilometer. Deshalb stellte das Klimateam den Besuchern des Stadtfests die Frage: „Ist das am Sonntagmorgen vielleicht Ihr Weg zum Bäcker, den Sie mit dem Auto zurücklegen?“ Denn gerade auf dem kurzen Weg zum Bäcker oder zum Stadtfest verbrauchen Autofahrer besonders viel Sprit und setzten viel CO2 dabei frei. Vor allem auf den ersten drei Kilometern ist der Kraftstoffverbrauch bei kaltem Motor enorm, so dass auf die Kurzstrecke betrachtet bis zu 35 Liter Kraftstoff pro 100 km verbraucht werden, bis bei warmen Motor der Normalverbrauch erreicht wird. Das schadet nicht nur dem Klima, sondern auch dem Geldbeutel.
Wer zu Fuß geht, hat mehr Brötchen in der Tüte
Wer zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad zum Bäcker fährt, kann folglich für das gesparte Spritgeld mehr Brötchen kaufen als der Autofahrer. Bei einer angenommenen Entfernung von zwei Kilometern bis zum Bäcker und zurück, verbraucht man bis zu einem halben Liter Benzin auf dieser Strecke. Sparen Verbraucher diesen halben Liter ein, so können sie sich durchschnittlich zwei Brötchen mehr kaufen, ohne einen Cent mehr ausgeben. Brötchen statt Benzin, sozusagen. Diese Brötchen erhielten die Verbraucher als Anreiz, um zukünftig ihren Weg zum Bäcker klimafreundlicher anzutreten. Denn bei bis zu 500 Metern haben die Fußgänger und bei bis zu fünf Kilometern Entfernung die Radfahrer klar die Nase vorn.
Verbraucher, die auf Fuß oder Rad umsteigen, schonen somit das Klima, fördern surch die körperliche Betätigung die eigene Gesundheit und sparen bares Geld. Weitere Informationen und nützlichen Tipps, wie Sie Zeit und Geld auf Kurzstrecken sparen können, erhalten Sie in ihrer Verbraucherzentrale vor Ort, unserer Onlineberatung zum Thema Mobilität sowie über die kostenlose telefonische Mobiliätsberatung des Verkehrsclub Deutschlands unter der Rufnummer 0800 - 20 30 900.
Stand: 14.08.2009


