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Mehr Lebensqualität, weniger Kohlendioxid

 

Mehr Lebensqualität, weniger Kohlendioxid

Im Haushalt gibt es viele Möglichkeiten, CO2 einzusparen

Klimaschutz - das bedeutet nicht nur Kyoto, Bali, Kopenhagen. Sondern auch Recklinghausen, Straubing, Lüneburg. Oder anders gesagt: Es kommt nicht nur auf internationale Verhandlungen und Klimagipfel an. Sondern ebenso wichtig ist, was sich in jedem einzelnen Haushalt abspielt.

Die große Politik kann Rahmenbedingungen setzen, etwa den CO2-Ausstoß besteuern oder den Emissionshandel zum Laufen bringen. Um die globale Erwärmung wirksam zu bremsen, müssen jedoch die Verbraucher mitziehen.
Auch wenn Zyniker den Einfluss des Einzelnen oft klein reden: Klimaschutz fängt bei jedem von uns an. Mit jeder Konsumentscheidung treffen wir eine Wahl für oder gegen einen sparsamen Umgang mit Energie und Rohstoffen. Und damit eine Wahl für oder gegen das Klima.
Bei großen Anschaffungen wie einem neuen Auto oder einer neuen Waschmaschine liegt das auf der Hand. Auch der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter kann die persönliche CO2-Bilanz drastisch verbessern. Ebenso sehr zählen jedoch die kleinen Einkäufe, die wir Tag für Tag erledigen. Denn deren ökologische Folgen summieren sich mit der Zeit.

Oft sind es die kleinen Dinge …

Ein paar Beispiele: Wer nur drei Blatt Papier aus frischem Zellstoff durch Recyclingpapier ersetzt, spart so viel Energie ein, dass er damit einen Liter Wasser zum Kochen bringen kann. Und wer statt eines Billighemds aus China ein T-Shirt aus Öko-Baumwolle kauft, hat fünf Kilogramm CO2 vermieden - so viel, wie ein Auto auf 30 Kilometern Fahrt ausstößt. [1]
Oft lässt sich bei den kleinen Dingen des Alltags CO2 einsparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Zum Beispiel sind Einkaufskorb oder Baumwollbeutel nicht weniger zweckmäßig als die Plastiktüte, die man noch schnell an der Kasse kauft. Und wer rechtzeitig daran denkt, das Essen aus der Tiefkühltruhe zu holen, muss seine Mahlzeit nicht in der Mikrowelle auftauen.

Mit einer Lampe bis zu 90 Euro sparen

Ob es um die Tragetasche geht, den effizienten Kühlschrank oder die Energiesparlampe - wer das Klima schont, entlastet in der Regel auch seine Geldbörse. CO2 im Haushalt zu vermeiden, heißt nämlich in erster Linie, Energie zu sparen. Strom und Gas aber, Öl und Fernwärme sind teuer.

Obwohl effiziente Haushaltsgeräte meist mehr kosten, rechnet sich ihre Anschaffung daher schon bald. Mit einer einzigen 15-Watt-Energiesparlampe lassen sich im Vergleich zu einer herkömmlichen 60-Watt-Birne bei einer Dauer von 10.000 Betriebsstunden 90 Euro einsparen (ausgehend 20 Cent Stromkosten pro Kilowattstunde).

Und wer dem Standby-Betrieb von Fernseher, Stereoanlage und Computer ein Ende macht, senkt seine jährliche Stromrechnung um durchschnittlich 85 Euro. [2]

Nachhaltiger Konsum heißt Klasse statt Masse

In Qualität zu investieren, zahlt sich auch bei anderen Anschaffungen aus. Solide, zeitlose Möbel mögen zwar teurer sein als klapprige Billig-Regale. Dafür halten sie lange und erfreuen das Auge noch Jahre nach dem Kauf. Dasselbe gilt für Kleidung, Spielzeug und andere Gebrauchsgegenstände.
Klimaschutz zu Hause erfordert daher auch eine Rückbesinnung auf Qualität - nach der Devise Klasse statt Masse. Dann lohnt es sich auch, ein altes Sofa neu zu polstern oder ein klassisches Kostüm auszubessern, statt schnell beim Discounter für Ersatz zu sorgen. Wer langlebige Produkte kauft statt billiger Wegwerfware, spart auf Dauer nicht nur Geld, Rohstoffe und CO2 - sondern auch Zeit und Ärger.

[1] Kirsten Brodde: Saubere Sachen. Heyne 2009
[2] Stiftung Warentest 4/2004

Stand: 14.08.2009

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