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Mobilität in der Zukunft - Welche Herausforderungen kommen auf uns zu?

Mobil im Alltag

Die einen setzen auf alternative Antriebe. Die anderen auf eine Umstellung im Mobilitätsverhalten insgesamt. Wie können wir unsere alltäglichen Verkehrswege klimaverträglich gestalten? Wie können wir den ökologischen und sozialen Auswirkungen unserer alltäglichen Mobilität entgegenwirken?

Die Fahrt zum Einkaufen, zum Arzt oder zu Freunden und Verwandten ist für viele von uns Alltag. Aber auch der Transport von Lebensmitteln, Rohstoffen und anderen Gütern nimmt durch die zunehmende Globalisierung weiter zu. Kurz: Mobilität spielt in unserem Alltag eine immer größer werdende Rolle.

Der Verkehr auf unseren Straßen und in der Luft ist heute für rund 70 Prozent der Luftverunreinigungen in Deutschland verantwortlich. Weltweit entfallen auf den Verkehrssektor rund zwei Drittel des Erdöl-Verbrauchs. Negative Auswirkungen auf unser Klima und zunehmende Verteilungskonflikte um Rohstoffe sind die Folgen.

Verkehr vermeiden und öffentliche Mobilität fördern

Stephan Rammler ist Professor für Transportation Design & Social Sciences in Braunschweig und Mitglied des Expertenbeirats des Verbraucherparlaments. Er schlägt verschiedene Lösungen für Verkehrs- und Umweltprobleme vor.

Um für eine klimafreundliche Mobilität in der Zukunft sorgen zu können, müsse man zum einen Verkehr vermeiden, also eine Stadt so planen, dass unsere Wege verkürzt und unnötiger Verkehr verhindert würden. Er hält die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel für einen wichtigen Schritt. Das bedeutet die Verlagerung des individuellen Verkehrs hin zu einer gemeinschaftlichen Nutzung von Transportmöglichkeiten wie Bus oder Bahn.

„Die schnelle, flexible, autonome, günstige und sichere Mobilität der Zukunft sollte in der intelligenten und mühelosen Verknüpfung aus kollektiven Verkehrsträgern und Individualfahrzeugen zum Ausleihen sein,“ so die Forderung von Professor Rammler. Derzeit sei jedoch vor allem die Einführung erneuerbarer Energien wie Elektromotoren, Erdgas oder Biokraftstoffe sowie die Verbesserung der Verkehrssituation von Bedeutung.

Alternative Antriebskonzepte brauchen Rahmenbedingungen

Das Klima können wir bereits heute zum Beispiel mit einem erdgasbetriebenen Auto schonen, das bis zu 25 Prozent weniger CO2 ausstößt oder mit einem emissionsfreien Elektroauto. Für Professor Rammler sind Biokraftstoffe hingegen lediglich eine Übergangslösung, da bei der Herstellung klimarelevante Waldflächen in Nutzungsflächen umgewandelt werden.

Um jedoch in Zukunft klimaschonend unterwegs sein zu können, müsse die Industrie Technologien entwickeln, welche individuelle Fortbewegung ermöglichen und dabei emissionsfrei sind. Gleichzeitig sollte die Politik neue Gesetze schaffen, etwa durch CO2-abhängige KFZ-Steuer oder City-Mautsysteme für eine Steuerung des Verkehrsaufkommens, die diese Technologien unterstützen.

Alternative Antriebskonzepte müssten stärker gefördert werden, denn Mobilität muss für jeden Bürger bezahlbar bleiben. Gleichzeitig bedürfe es neuer Möglichkeiten der Fortbewegung ohne schädliche Folgen für das Klima. Alternative Energien und die Produktion von Wasserstoff müsse vorangetrieben werden. In diesen Schritten sieht Professor Rammler den Schlüssel zu einer klimaschonenden Zukunft.

Wie sieht unsere Zukunft aus? – Diskutieren Sie mit!

[1] Rammler, Stephan: Thesen zur Mobilität. Bullensee-Thesen zur zukünftigen Energieversorgung, 2010.

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