Nachhaltig konsumieren - Wie verlässlich sind Label und Gütesiegel?
Nahezu in allen Konsumbereichen gibt es eine Vielzahl an Labeln und Zertifikaten, die Verbrauchern nachhaltiges Konsumieren versprechen. Doch wie aussagekräftig sind sie?
Wie und unter welchen Bedingungen Produkte hergestellt werden, das interessiert viele Verbraucher. Erhalten die Näherinnen des Kleides einen gerechten Lohn? Enthält das ausgesuchte Elektrogerät giftige Substanzen? Woher stammt das Holz für die Papierherstellung? Gerne hätten Verbraucher verlässliche Antworten auf diese und ähnliche Fragen. Das wissen auch Hersteller und Handel. Immer häufiger stellen sie auf Internetseiten oder in Werbeprospekten ihr Umwelt- und Sozialengagement heraus
Dabei nutzen sie Label oder Gütesiegel. Teilweise kreieren die Unternehmen diese Label selbst, teilweise tragen ihre Produkte Label von Zertifizierungsunternehmen. In der Regel weiß der Verbraucher jedoch weder bei den unternehmenseigenen Labeln noch bei den Labeln von Zertifizierungsunternehmen, ob die festgelegten Kriterien „ehrgeizig“ sind und was sich hinter den Kriterien tatsächlich verbirgt. Ohnehin gibt es ein Vielzahl von unterschiedlichen Labeln, die kaum miteinander vergleichbar sind.
Hilfreicher als die Vielfalt an Labeln wären verpflichtende, an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtete Produkt- und Produktionsstandards. Diese würden gewährleisten, dass Verbraucher tatsächlich erkennen können, ob Produkte ökologisch, ökonomisch und sozialverträglich hergestellt werden.
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bietet zum Thema
„Nachhaltiger Konsum – Wie verlässlich sind Label und Gütesiegel?“
Workshops für Verbrauchergruppen und für Schüler ab Klasse 9 an.
Weitere Informationen erhalten Sie über klimaprojekt@vz-bw


