Verbraucherzentrale Niedersachsen  

Pressemitteilung: Etikettenschwindel beim Klimaschutz?

Verbraucherzentrale prüft Werbung mit Klimaschutzargumenten

Hannover, 30.11.2009. Klimaschutz liegt im Trend. Viele Unternehmen bewerben ihre Produkte mit Schlagworten wie "klimafreundlich", "klimaneutral" oder "klimaschonend". Oft ist unklar, ob es sich um ehrliche Produktinformationen oder Etikettenschwindel handelt. Deshalb ruft die Verbraucherzentrale Niedersachsen alle Verbraucher dazu auf, Hinweise auf Werbung mit Klimaschutzargumenten zu sammeln.

"Wir wollen den Markt transparenter gestalten und Regeln für 'grüne Werbung' schaffen", sagt Kathrin Körber, Referentin der Verbraucherzentrale. Wer Zeitungsanzeigen, Werbezettel, Hinweise auf Internetseiten oder TV- / Radiospots zu dem Thema entdeckt, kann diese direkt an die Verbraucherzentrale Niedersachsen Klimateam, Herrenstr. 14, 30159 Hannover schicken oder in den Beratungsstellen abgeben. Alternativ können sie an klimateam@vzniedersachsen.de gesendet werden. Die Verbraucherzentrale prüft die Angaben und geht, wenn nötig, mit juristischen Mitteln gegen die Werbung vor.

Abgemahnt wurde bereits ein Verbrauchermarkt, der eine Kühl-Gefrier-Kombination mit der Energieeffizienzklasse A als extrem sparsam beworben hatte. Am sparsamsten und damit für den Verbraucher interessant sind ausschließlich Kühlgeräte mit der Kennzeichnung A++. Auffallend ist auch die Werbung eines Internetportals mit dem Slogan "Ihr Postfach ist grün".

"Immer mehr Unternehmen geben sich umweltfreundlich und verpassen ihren Produkten einen grünen Anstrich. Damit die Verbraucher nicht getäuscht werden, bedarf es klarer Regeln." Bislang fehlt es an Standards sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Rechtssprechung", so Körber.

Stand: 30.11.2009

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