Pressemitteilung: Verbraucherzentralen mahnen bundesweit Unternehmen ab
Wie Firmen mit der Wahrheit lügen
Hannover, 09.06.2010: Werbung mit Klimaschutzargumenten darf die Konsumenten nicht mit Selbstverständlichkeiten in die Irre führen. Die Produkte müssen sich gegenüber anderen durch wirkliche Umwelt- und Klimavorteile auszeichnen. Deshalb mahnten die Verbraucherzent-ralen bereits 38 Unternehmen ab, die die FCKW-Freiheit ihres Produk-tes besonders hervorhoben.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen mahnte unter anderem die Firma Soudal ab, Produzent für Dicht- und Klebstoffe, PU-Schäume sowie andere Baustoffe. Soudal schmückte verschiedene PU-Schäume weiterhin mit dem FCKW-Siegel (Erdball mit FCKW-frei). „Das Siegel ist inzwischen veraltet und nur ein weiteres unnützes im Labeldschungel“, sagt Kathrin Körber aus der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Der Hersteller unterschrieb die Unterlassungserklärung und versprach, die Produkte bis Ende August mit neuen Aufdrucken zu versehen.
Flurchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) dürfen in Deutschland seit fast zwanzig Jahren in Gebrauchsgütern nicht mehr verwendet werden. Dennoch heben verschiedene Hersteller immer wieder die FCKW-Freiheit ihrer Produkte hervor. Hierbei handelt es sich um Werbung mit einer Selbstverständlichkeit, da sie keinen Vorteil gegenüber anderen Produkten darstellt.
Die Verbraucherzentralen setzen sich für eine korrekte Kennzeichnung von Produkten ein und gehen weiterhin gegen Werbung mit falschen Klimaargumenten vor. Weitere Fälle nimmt die Verbraucherzentrale Niedersachsen gerne entgegen unter: Verbraucherzentrale Niedersachsen, Herrenstr. 14, 30159 Hannover oder per E-Mail unter: klimateam@vzniedersachsen.de
Stand: 09.06.2010


