Sinn und Unsinn von Biokraftstoffen

Eine Ausstellung im Rathaus Homburg

Den ökologischen und sozialen Folgen des aktuellen Trends zu Agrokraftstoffen widmet sich die Verbraucherzentrale Saarland. Im Rathaus Homburg präsentiert sie eine Ausstellung mit dem Titel „Plantación - Im Rausch der Bioenergie“.

Bioenergie als Antriebsmittel erscheint auf den ersten Blick als vielversprechende und umweltschonende Alternative zu herkömmlichem Kraftstoff. Mittlerweile haben viele Politiker und Verbraucher erkannt, dass die Nutzung von Agrosprit in den Anbauländern mit negativen sozialen und ökologischen Folgen verbunden sein kann.

Ökologische und soziale Folgen

Energiepflanzen als Antriebsmittel für Autos zu nutzen, die ansonsten zur Lebensmittelversorgung der Menschen dienen könnten, ist ein großes Problem. Dazu müssen häufig ganze Dörfer umgesiedelt werden, um Land für den Anbau solcher Pflanzen zu gewinnen. Das häufig angebrachte Argument der Klimaneutralität dieser erneuerbaren Energieformen ist wenig überzeugend, wenn mit berechnet wird, wie viel CO2-Speicherkapazität durch die Verminderung des Regenwaldes verloren geht. Denn vielfach geht der Anbau von Energiepflanzen mit der Rodung von Regenwald zur Erweiterung von Monokulturen einher.

Der Einfluss des Konsumenten

Für Verbraucher ist es nicht leicht, sich über die Zusammenhänge zu informieren, da die Anbaugebiete von Energiepflanzen meist in weit entfernten Ländern liegen. Da der persönliche Konsum von uns Europäern jedoch sehr viel zur Änderung der Verhältnisse in Ländern Lateinamerikas und anderswo beiträgt, kann die bewusste Kaufentscheidung weltweit politische und wirtschaftliche Bedeutung haben. 

Ausstellung informiert über Hintergründe

Eine Möglichkeit, Einblicke in die Welt der Bioenergie zu erhalten, bietet die Ausstellung „Plantación - Im Rausch der Bioenergie“. Die Verbraucherzentrale Saarland präsentiert diese Ausstellung des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) vom 10. September bis zum 10. Oktober. Für Kleingruppen und Schulklassen werden kostenlose Führungen angeboten.

Buchungen und Anfragen richten Sie bitte an:
Verbraucherzentrale Saarland
St. Johanner Str. 41-43
66111 Saarbrücken
Telefon: 0681/9456-310 oder -329
klimaprojekt@vz-saar.de.

Parallel zu dieser Ausstellung befindet sich ebenfalls im Homburger Rathaus die Ausstellung „Klima schützen kann jeder“ der Verbraucherzentrale.

Stand: 14.08.2009

Seite empfehlen

Weiterführende Links

Plantación - Lateinamerika und der Rausch der Bioenergie Website des Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) mit Informationen zur Ausstellung

In Ihrer Nähe

Beratungsstellen

Die Verbraucherzentralen in den 16 Bundesländern bieten Beratung und Information zu Fragen des Verbraucherschutzes.

Hier finden Sie Beratungsstellen in Ihrer Nähe

Kontakt

Klimateam Saarland
St. Johanner Str. 41-43
66111 Saarbrücken

Telefon: (0681) 9456-310 oder -329

klimaprojekt@vz-saar.de

Copyright © Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. 2009