Frau in Auto erhält Schlüssel; Rechte: istockphoto

 

So klappt´s auch mit dem Nachbarn

Privates Autoteilen

Eine Alternative zum professionellen Carsharing kann das private Autoteilen mit Nachbarn, Freunden oder der Familie sein. Die gemeinschaftliche Autonutzung spart allen Beteiligten bares Geld. Damit diese Art der gemeinsamen Autonutzung funktioniert, sollten Sie im Vorfeld einige Dinge beachten.

Auch wenn Sie sich noch so gut miteinander verstehen: Wir empfehlen Ihnen, eine vertragliche Regelung mit Ihren Verwandten, Freunden oder Bekannten zu treffen, wenn Sie gemeinsam ein Auto nutzen wollen. Denn wenn es ums Geld geht, kann so manche Freundschaft ins Wanken geraten. Mit zuvor vereinbarten Nutzungsbedingungen beugen Sie möglichen Streitigkeiten bei ungeplanten Ereignissen vor, zum Beispiel bei einem Unfallschaden.

Fahrtenbuch und Terminkalender helfen bei der Planung

Die gesamten Kosten und möglichen Risiken verteilen sich am besten im Verhältnis der Nutzung auf die Beteiligten. Wir raten Ihnen, ein Fahrtenbuch zu führen. Damit bleibt transparent, wer wann wie viel gefahren ist. Diese Übersicht hilft bei der Abrechnung, aber auch bei eventuellen Knöllchen. Außerdem ist es ratsam, einen Terminkalender anzulegen, damit Sie die nächste Inspektion oder den nächste TÜV nicht verpassen. In diesen Kalender können Sie auch lange im Vorfeld geplante Nutzungswünsche des Autos eintragen, beispielsweise für Ihre Urlaubsreise.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hält einen Mustervertrag zum nachbarschaftlichen Autoteilen bereit, der für alle wesentlichen Punkte Erläuterungen und Vorschläge anbietet. Sie können ihn beim Verkehrsclub Deutschland bestellen.

Absprachen gehören dazu

Natürlich sind Absprachen und eine gute Planung nötig, damit jeder die gewünschten Fahrten durchführen kann. Das Modell funktioniert dann gut, wenn das Auto für unterschiedliche Zwecke benötigt wird oder die Beteiligten nicht täglich darauf angewiesen sind. Beispiel: Sie fahren damit zur Arbeit, Ihr Bekannter nutzt es überwiegend abends oder für Wochenendausflüge.

Vorteile für die Nutzer

  • Die gemeinschaftliche Nutzung eines Autos spart allen Beteiligten Geld. Die fixen Kosten der Autohaltung (Kfz-Steuer, Versicherungsbeiträge, Miete/ Pacht für Garage/Stellplatz, Wertverlust und kalkulatorische Zinsen bzw. Kredit- oder Leasingkosten), die oft mehr als die Hälfte der Gesamtkosten ausmachen, werden geteilt. Gerade für jene, die nur wenig fahren, sind die fixen Kosten eines nur selbst genutzten Autos oft unverhältnismäßig hoch.
  • Mehr Menschen können von den Vorteilen eines Autos profitieren, wenn es gemeinschaftlich genutzt wird.

Vorteile für die Umwelt

  • Ein oder mehrere Autos werden „eingespart“. Rohstoff- und Energieverbrauch sowie alle Negativfolgen wie Umweltbelastungen bei Produktion und Verschrottung dieser Autos entfallen.
  • Ein Auto braucht weniger Platz im öffentlichen Raum als zwei oder drei. Der so eingesparte Platz kann für Kinderspiel, Freiflächen oder Begrünung genutzt werden. 
  • Das Gemeinschaftsauto wird in der Regel weniger gefahren als das potenzielle Einzelbesitz-Auto. Praktische Erfahrungen zeigen, dass die gemeinschaftlichen Autonutzer einen (noch) bewussteren und sparsameren Umgang mit dem Autofahren entwickeln. Das mindert Schadstoffausstoß, Lärm und Unfallquote.

vcd_logo_artikelende.jpgVerantwortlich für den Inhalt: VCD und vzbv

Stand: 14.08.2009

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Weiterführende Links

www.vcd.org Unter der Rubrik Auto und Straßenverkehr können Sie den VCD-Nachbarschaftsauto-Vertrag bestellen.

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