Tankschlauch mit Euro; Rechte: istockphoto

 

Sparen beim Fahren

Wie Sie mit zehn Spritspartipps Geld sparen und das Klima schonen

Wer weniger Sprit verbraucht, schont Konto und Umwelt gleichermaßen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums könnten allein durch sparsameres Fahren jährlich rund fünf Millionen Tonnen CO2 in Deutschland vermieden werden. Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, können Sie Ihren Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren - und so leicht mehrere hundert Euro Tankkosten im Jahr sparen.

1. Unnötigen Ballast im Auto vermeiden

Spritsparen beginnt schon vor dem Losfahren. Entrümpeln Sie Ihren Kofferraum, denn jedes zusätzliche Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos. Selbst ein unbeladener Skihalter erhöht den Verbrauch eines Mittelklassewagens um etwa einen Liter. Lagern Sie Ihren Dachgepäckträger daher besser im Keller als auf dem Autodach.

2. Reifen mit geringem Rollwiderstand fahren

Verwenden Sie Leichtlaufreifen und fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt. Es darf auch noch ein bisschen mehr sein. Dem etwas geringeren Fahrkomfort stehen ein deutlich geringerer Verbrauch, weniger Schadstoffe, mehr Bremssicherheit und weniger Reifenverschleiß gegenüber. Denken Sie auch daran, rechtzeitig von Winter- auf Sommerreifen zu wechseln. Übrigens: Breitreifen erhöhen den Spritverbrauch.

3. Kurzstrecken vermeiden

Auf den ersten paar hundert Metern verbraucht ein kalter Motor bis zu 35 Liter pro 100 km, zudem ist der Verschleiß außerordentlich hoch. Daher gilt: Kurze Strecken lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Besonders schädlich für Motor und Umwelt: Warm laufen lassen im Stand. Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird. Lassen Sie beim Ölwechsel synthetische Leichtlauföle einfüllen. Diese haben bessere Schmiereigenschaften. Das schützt vor Verschleiß und senkt den Verbrauch.

4. Niedrigtourig fahren

Entgegen aller Gerüchte gilt für alle Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden: Je niedrigtouriger und je gleichmäßiger Sie fahren, desto besser, sparsamer und motorschonender. 2.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) reichen im Stadtverkehr aus.

5. Schnell schalten

Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang hoch schalten. Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang, das schont den Motor und ist hörbar leiser. Sie können bei Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei 50 den höchsten Gang einlegen.

6. Vorausschauend gleiten

Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Sprit. Fahren Sie daher vorausschauend und halten Sie reichlich Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen - so gleiten Sie sicher im Verkehr mit. Nutzen Sie den Schwung Ihres Autos: Ist das Hindernis, z.B. eine rote Ampel, weit entfernt: Gang raus oder Kupplung treten. So können Sie im Leerlauf weiterrollen. Bei kurzem Weg nehmen Sie sofort den Fuß vom Gas und fahren mit eingelegtem Gang Richtung Ampel. Die Schubabschaltung stoppt die Spritzufuhr, der eingelegte Gang bremst den Wagen allmählich ab.

7. Richtig Bremsen

Dass es notwendig wäre, den Motor zum Mitbremsen einzusetzen, ist ein Mythos aus den Zeiten der Trommelbremse. Zurückschalten, um das Fahrzeug abzubremsen, ist nur bei starkem Gefälle angebracht. Zum Verzögern aus hoher Geschwindigkeit reicht es, den 4. oder 5. Gang eingelegt zu lassen und den Fuß komplett vom Gas zu nehmen.

8. Gemäßigtes Tempo im Überlandverkehr

Auch für Fahrten auf Landstraße und Autobahn gilt: je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo, desto niedriger der Verbrauch. Als Orientierung können folgende Werte gelten: auf Landstraßen maximal 80 km/h, auf Autobahnen maximal 120 km/h. Bei einer Geschwindigkeit über 100 km/h steigt der Spritverbrauch überproportional an.

9. Stromfresser ausschalten

Schalten Sie bei der Fahrt elektronische Extras nur bei Bedarf an. Eine eingeschaltete Klimaanlage kann den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter pro 100 km erhöhen. Denken Sie daran, Stromfresser wie die Heckscheibenheizung auch wieder auszuschalten.

10. Motor aus

Wenn sich absehen lässt, dass Sie an einer roten Ampel oder am Bahnübergang mehr als zehn Sekunden stehen, lohnt sich das Abstellen des Motors. Beim anschließenden Motorstart auf keinen Fall Gas geben.

vcd_logo_artikelende.jpgVerantwortlich für den Inhalt: VCD und vzbv

Stand: 14.08.2009

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