Verbraucherzentrale begrüßt EU-Bio-Siegel – Mehr Sicherheit bei gesunder und klimafreundlicher Ernährung
Ab dem ersten Juli 2010 ist für europäische Bio-Produkte ein einheitliches Bio-Siegel vorgeschrieben. Die Grundlage bleibt die gleiche wie beim deutschen Bio-Siegel. Das sichert die Erkennbarkeit der Produkte und macht eine klimafreundliche und gesunde Ernährung für alle Verbraucher einfacher.
Von nun an kann man Bio-Lebensmittel europaweit leichter erkennen. Das neue EU-Siegel garantiert, dass die Zutaten zu mindestens 95 Prozent aus ökologischem Landbau stammen. So wird es einfacher, dem Rat der Verbraucherzentrale nach einer bewusst klimafreundlichen und gesunden Ernährung zu folgen.
„Bio“ allein bedeutet allerdings nicht, dass ein Lebensmittel auch umweltfreundlich ist. „Lebensmittel sollten aus der Region kommen und der Jahreszeit entsprechen. Obst aus Übersee, Gemüse aus beheizten Gewächs- oder Lagerhäusern verbrauchen viel Energie und belasten das Klima unnötig, bevor sie auf den Tisch kommen“, erklärt Christoph Römer, Experte für Lebensmittel der Verbraucherzentrale Berlin. Das Gleiche gilt für Fertigprodukte und Tiefkühlkost.
Besonders fettreiche tierische Produkte wie Käse, Butter und Rindfleisch verursachen hohe Mengen an Treibhausgasen. Als Alternative bieten sich pflanzliche Aufstriche an. „Am gesündesten sind maximal zwei Portionen Fleisch und eine Portion Fisch pro Woche“, so Thomas Reidel, Leiter des Projektes „für mich. für dich. fürs klima“, „dafür viel frisches Obst und Gemüse.“
Persönliche Beratung in Sachen klimafreundliche Ernährung
Eine persönliche Beratung der Verbraucherzentrale Berlin zum Thema klimafreundliche Ernährung gibt es am Dienstag, den 16. Februar und am Dienstag, den 23. Februar 2010 von 11 bis 16 Uhr im Rathaus Pankow, Breite Straße 24 A, 13187 Berlin. Am Dienstag, den 2. März 2010 um 16 Uhr bietet sich außerdem die Gelegenheit, im Rahmen eines Klimacafés zu kosten, wie klimafreundliches Essen schmeckt.
Klimafreundliche Ernährung kurzgefasst:
- Mehr pflanzliche, weniger tierische Lebensmittel
- Weniger konzentrierte, fettreiche Produkte
- Bio-Lebensmittel – immer öfter
- Frisch statt Verarbeitetes und Tiefkühlkost
- Mehr Gemüse und Obst der Saison aus dem Freiland
- Regionale Erzeugnisse bevorzugen – vor allem keine Flugware
Beratung und Information rund um das Thema Lebensmittel bietet die Verbraucherzentrale Berlin unter Telefon 030-215 85-140 (Normaltarif).
Stand: 15.02.2010


