Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
Was haben Sonntagsbrötchen mit Klimaschutz zu tun?
Die Verbraucherzentrale NRW rechnet um, wie viele Brötchen eine Kurzstrecke ohne Auto wert ist
Zum Bäcker um die Ecke mit dem Auto - das macht doch keiner? Von wegen: Acht Milliarden Mal pro Jahr drücken die Deutschen für eine Kurzstrecke unter einem Kilometer aufs Gaspedal. Das ist nicht nur teuer, sondern auch schlecht fürs Klima.
„Sich die Brötchen verdienen“ dürfen die Menschen in Nordrhein-Westfalen derzeit wörtlich nehmen: Auf Straßenfesten, Märkten und in Fußgängerzonen zeigt die Verbraucherzentrale NRW in ein einer landesweiten Aktion für Klimaschutz, wie sparsam Kurzstrecken sein können. Dabei locken ein frisches Brötchen und die Frage, was Sonntagsbrötchen mit Klimaschutz zu tun haben, die Besucher an die Aktionsstände. Mit einem kleinen Rechenbeispiel ist die Eingangsfrage schnell geklärt. Denn im Gespräch mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigt sich: Kaum jemand weiß, was eigentlich der Kurztrip mit dem eigenen Auto kostet. Betriebskosten, Wertverlust und Reparaturkosten geraten schnell in Vergessenheit, wenn der Wagen vor der Tür steht.
Teure Sonntagsbrötchen
Hinzu kommt, dass bei kaltem Motor der Benzinverbrauch auf bis zu 35 Liter pro 100 Kilometer steigt – und damit auch die Kosten und der CO2-Verbrauch. Da wird der Kurztrip zum Bäcker ganz schön teuer. Für eine Strecke von zwei Kilometern Entfernung zahlen Autofahrer beispielsweise den Gegenwert von bis zu sieben Brötchen. Wer hingegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, spart nicht nur Geld, sondern auch zwei Kilogramm CO2. Darüber hinaus sind das Fahrrad und die eigenen Füße auf kurzen Strecken unschlagbar schnell. Mit Schleichwegen und ganz ohne Stau oder lästige Parkplatzsuche erreichen Fußgänger und Fahrradfahrer Ziele unter fünf Kilometer Länge am schnellsten.
für mich, für dich, fürs Klima in NRW
Getreu dem Kampagnen-Motto für mich. für dich. fürs klima. sollen die Aktionen in Nordrhein-Westfalen Verbraucherinnen und Verbrauchern verdeutlichen, dass viele Klimaschutzmaßnahmen auch persönliche Vorteile bieten. Mehrere Tausend Menschen haben bereits das Rechenexempel gemacht und können sich künftig auf Kurzstrecken ihr „Brötchengeld“ verdienen. Auch wer auf das Auto angewiesen ist, kann viel für den Klimaschutz tun. Die Verbraucherzentrale NRW führt im Rahmen der Klimakampagne zahlreiche weitere Aktionen für mehr klimafreundliche Mobilität durch. Im Mittelpunkt stehen eine Sprit sparende Fahrweise und das Thema Autokauf.
Stand: 14.08.2009


